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Presse

Kommandowechsel im Trossschiffgeschwader

Wilhelmshaven: Emotionaler Wechsel an Trossgeschwader-Spitze

Michael Gemein gibt Kommando an André Dirks ab – „Besondere Verantwortung“
Wilhelmshavener Zeitung  23.06.2017
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An Bord des Einsatzgruppenversorgers (EGV) Bonn übergab Kapitän zur See Michael Gemein, bisheriger Kommandeur des Trossgeschwaders, am Donnerstag sein Amt an Kapitän zur See André Dirks.

Im Rahmen einer feierlichen Musterung ließ der Kommandeur der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Christoph Müller-Meinhard, die Zeit des scheidende Kommandeurs Revue passieren. Die Kommandeure in der Flotte hätten eine besondere Verantwortung zu tragen. Nicht nur für das Material, sondern insbesondere für die Menschen, mit denen sie arbeiteten. Eine Verantwortung, die Michael Gemein stets ernst genommen habe, lobte Christoph Müller-Meinhard.


Kapitän zur See Gemein bleibt der Flottille in Wilhelmshaven erhalten und übernimmt künftig die Aufgaben des Abteilungsleiters Personal, Zentrale Dienste und Einsatzausbildung.



 

Hauptgefreiter Zorn

Vom tiefsten Süden in den hohen Norden: Eine Bayerin auf der „Bonn“

In See, 21.06.2017.
Hauptgefreiter (MA) Laura Zorn hat schon viel während ihrer bisherigen Zeit bei der Marine erlebt. Nun kehrt die Marinesoldatin in ihre von Bergen geprägte Heimat zurück, nachdem sie auf der „Bonn“ die Seefahrt kennenlernte.

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Hauptgefreiter Zorn als Ausguck auf der Brücke (Quelle: 2017 Bundeswehr / Peter Straub)

Nach der Schule direkt zur Marine: Das war für Laura Zorn seit jeher ein Herzenswunsch. Den weiten Weg aus dem äußersten Süden nach Wilhelmshaven trat die gebürtige Bad Reichenhallerin aufgrund ihres Praktikums an Bord des Einsatzgruppenversorgers „Frankfurt am Main“ an. Dort entdeckte sie erstmals die Freude an der Seefahrt am Bordleben. „Meine Freunde und Familie waren natürlich traurig, dass ich so weit weg bin. Aber sie haben mir geraten, das Abenteuer Marine zu genießen“, erinnert sich Laura Zorn.

Sie verpflichtete sich für achtjährige Dienstzeit bei der Bundeswehr. Nach ihrer Grundausbildung, die sie bereits mit 17 Jahren begann, wurde sie im Januar 2015 auf den Einsatzgruppenversorger „Bonn“ versetzt. Lange Zeit war sie mit ihren jungen Jahren deshalb das „Küken“ an Bord. Ihre Fahrten mit der „Bonn“ führten die Oberbayerin schließlich in die Nord- und Ostsee und vom Nördlichen Eismeer bis hinab in das Mittelmeer. So kommt Hauptgefreiter Zorn auf die beträchtliche Summe von 60.000 Seemeilen, für die manch gestandener Marinesoldat eine viel längere Zeit benötigt.

Als Versorgungsgast (Anm. d. R.: In der Marine wird als Gast ein Mannschaftssoldat auf seinem Dienstposten bezeichnet) war sie während ihrer zweieinhalb Jahre an Bord unter anderem für die Inventur, den Nachschub und die Lagerung verschiedener Artikel zuständig. Neben ihrer Hauptaufgabe als Versorgerin hatte Hauptgefreiter Zorn aber auch zahlreiche Nebentätigkeiten zu meistern.

Sie war ein Mitglied der sogenannten Seewache, wo sie als Ausguck oder Rudergänger für die sichere Teilnahme am Seeverkehr mitverantwortlich war. Im Falle eines Feuers war Zorn zudem Teil des Angriffstrupps, also eine der Soldaten, die unter Atemschutzgeräten als erstes zum Brand vorrücken müssen, um dieses vor einer weiteren Ausbreitung zu bekämpfen.

Darüber hinaus ist Zorn ein ausgebildeter Einsatz-Ersthelfer Bravo. Das bedeutet, sie hat eine erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildung, um im Notfall die Sanitätssoldaten zu unterstützen. Ebenfalls ist sie ausgebildete Bedienerin des PCR-Geräts, womit eine mögliche biologische, atomare oder chemische Kontamination nachweisbar ist.

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Hauptgefreiter Zorn als Ausguck in der sogenannten Nock vor der Großen-Belt-Brücke (Quelle: 2017 Bundeswehr / Peter Straub)

Doch damit nicht genug. Die junge Marinesoldatin konnte auch als Befehlsübermittlungssprecher eingesetzt werden, wo sie für die reibungslose Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Stationen des Schiffes mitverantwortlich war. Zudem war sie dem Flugbetriebspersonal beim Landen eines Helikopters zugeteilt. Während der NATO-Seeraumüberwachung in der Ägäis von Januar bis Juli 2016 war sie Teil des „Quick-Reaction-Teams“, welches im Ernstfall das Schiff mit Hilfe der Bordwaffen verteidigen muss.

Diese enorme Vielseitigkeit der Arbeiten an Bord bereitete ihr große Freude, wie die Soldatin berichtet. „Am meisten gefällt mir an Bord der Zusammenhalt, gerade auf meinem Deck (Anm. d. R.: hier wird mit „Deck“ der Wohnbereich bezeichnet) mit meinen Mädels“, erzählt Zorn. Der Höhepunkt ihrer Seefahrtzeit war der sechsmonatige Ägäis-Einsatz. Hier war die gesamte Besatzung ein halbes Jahr lang zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen. „Diese zweite Familie und die Zusammengehörigkeit werde ich am meisten vermissen“, erzählt Hauptgefreiter Zorn mit etwas Wehmut weiter.

Trotzdem freut sich die 20-jährige auf ihre neuen Aufgaben in München als Versorgungsunteroffizier an der dortigen Sanitätsakademie. „Das ist das erste Mal, dass wir einen Marinesoldaten für diesen Dienstposten im Süden haben und ihn besetzen können“, freut sich Schiffswachtmeister Stabsbootsmann Andreas Genthe. Laura Zorn ist froh, nach ihren Erlebnissen im Norden wieder zurück nach Bayern zu kommen und nun einen deutlich kürzeren Heimweg zu haben.

 


 

Seestadtfest Bremerhaven

Freitag, 26. Mai 2017
 

Seestadtfest Bremerhaven

Welche Schiffe Sie sehen sollten

Das Seestadtfest Bremerhaven ist nicht nur ein großes Kultur- und Gastrofest, sondern vor allem auch eine maritime Schauveranstaltung – eine Art Mini-Sail. An allen Tagen von Donnerstag bis Sonntag ist Open Ship. Wir haben eine Auswahl von sehenswerten Schiffen zusammengestellt.

Open Ship heißt: Willkommen an Bord! Die Gast-Schiffe des Seestadtfestes freuen sich über Besucher. An Bord sind zahlreiche Räume zugänglich, außerdem freuen sich die Matrosinnen und Matrosen, die Kadettinnen und Kadetten auf das Gespräch mit den Gästen. "Open Ship" beginnt jeweils um 13 Uhr. Der Zugang zu den Schiffen ist kostenlos, Besucher sollten sich aber auf Wartezeit einstellen.

Über 20 Segler und Dampf- und Motorschiffe

Im Bereich des Neuen Hafens (Nähe Havenwelten) liegen weitere Schiffe, die größtenteils beim "Open Ship" mitmachen. Insgesamt werden über 20 Segelschiffe in Bremerhaven sein. Auf dem Festgelände sind außerdem historische Dampf- und Motorschiffe zu sehen.

Spezialschiffe

Auch sehenswerte Spezialschiffe kommen. Zu Gast sind unter anderem der Forschungskutter "Uthörn", das Baggerschiff "Franzius-Plate" und das Zollboot "Jade". Auch das Patrouillenboot "Bad Bramstedt" ist da – eine Art Promi unter den Schiffen, denn Millionen kennen es aus der Fernsehserie "Küstenwache". Zum ersten Mal zu Besuch in Bremerhaven ist der Einsatzgruppenversorger "Bonn". Er ist mit über 173 Metern Länge das größte Schiff beim Seestadtfest. Die Spezialschiffe liegen im Alten Hafen, im Neuen Hafen und im Kaiserhafen. 

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Quelle: Erlebnis Bremerhaven GmbH
Der Einsatzgruppenversorger "Bonn" ist das größte Gast-Schiff des Seestadtfestes 2017.

Treffen der Hansekoggen

Zum Seestadtfest gehört außerdem das "Kleine Hansekoggen-Treffen". Hierzu wird unter anderem die älteste und kleinste Kogge, die "Kamper Kogge", aus den Niederlanden erwartet. Aus Kiel kommt ein weiterer Koggen-Nachbau. Gastgeber-Schiff ist die Bremerhavener Kogge "Ubena von Bremen".

 

Schiffsbesatzung läuft

GA - Bonn-Marathon

Schiffsbesatzung läuft an Deck mit

BONN. Es gibt außergewöhnliche Möglichkeiten, beim Deutsche Post Marathon mitzumachen. Die Marinesoldaten des Einsatzgruppenversorgers "Bonn" liefen als "Fernteilnehmer" die Halbmarathondistanz auf See. Mit Erfolg.

 

Bonn Marathon

Auch in der Ferne stets dabei

Bordbericht  -  Janine Pape Oberleutnant zur See

Besatzung der BONN nimmt auf See an Bonn-Marathon teil.

Einen Sportler, erst recht einen Marathonläufer, zeichnet der Kampfgeist aus. Die Fähigkeit nicht hinzuschmeißen, wenn es schwierig wird. Weiterzumachen, auch wenn die Muskeln müde sind. Sich aufzurappeln, auch wenn der ganze Körper vor Erschöpfung schreit. Diese Fähigkeit lernen Soldaten spätestens in der Grundausbildung, wenn man im Kreise der Kameraden und von Ausbildern begleitet lernt, über sich hinaus zu wachsen. Den Drang, das Unmögliche zu schaffen und trotz Erschöpfung und Widrigkeiten nicht aufzugeben, merkt man am 1. April auf der BONN, als sieben Läufer zum Halbmarathon an Oberdeck antreten.

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Das "See-Marathon-Team" (stehend von links), Simon Gackstätter, Felix Grothe, Michael Bähring, Andreas Westphal. Benjamin Holderbaum, Patrick Michel und liegend Dominic Kania

(Weitere Bilder in der Bildergalerie - Joint Warrior)

Eigentlich nimmt der Einsatzgruppenversorger gerade an dem internationalen Manöver Joint Warrior vor der Küste Schottlands teil. Aber Zeit für Sport bleibt natürlich immer und so kann die diesjährige Seefahrt die begeisterten Läufer an Bord nicht davon abbringen, ihren Teil zum Bonner Marathon beizutragen. In Absprache mit dem Organisationsteam starten sieben Läufer als „Fernteilnehmer“ und absolvieren 21,1 km an Oberdeck.

Auf Grund der geplanten Manöver für Sonntag, den eigentlichen Lauftag, wurde der Halbmarathon an Bord der BONN kurzfristig vorverlegt. So starteten um 17:00 Uhr Bordzeit (18:00 Uhr Deutscher Zeit) auf Anpfiff des Kommandanten, Fregattenkapitän Jobst Berg, die sieben Läufer bei bestem Sonnenschein und leichtem Seegang in den Hebriden ihre 21 Kilometer. Bereits im Jahr 2015 besuchten ca. 20 Soldaten der BONN den Marathon. Fünf von ihnen liefen die 42,195 km und einige weitere, darunter auch der Kommandant, absolvierten die Staffel.

Sowohl 2015 als auch 2017 sind unter ihnen Hauptbootsmann Andreas Westphal (36), begeisterter Triathlet und Sportbeauftragter der BONN und Hauptbootsmann Benjamin Holderbaum (35). Als sie die Einladung der Patenstadt zum diesjährigen Marathon erreicht, fackeln sie nicht lange und nehmen auch unter widrigen Bedingungen wie Seegang, Wind und Wetter die Herausforderung an. Zusammen mit Gefreiten Simon Gackstatter (18), Obergefreiten Dominic Kania (20), Oberstabsgefreiten Patrick Michel (30), Obermaat Michael Bähring (26) und Obermaat Felix Grothe (23) bestreiten sie 65 Runden an Oberdeck. Dominic Kania läuft übrigens in Erinnerung an den letzten Hafenaufenthalt in Schottland in seinem neu gekauften Schottenrock.

Jede der Runden über das insgesamt 174 Meter lange Schiff ist 326 Meter lang. Ausgemessen hat dies einer der passioniertesten Läufer an Bord, der Schiffstechnikoffizier Kapitänleutnant Erik Hausburg, der auch als ältestes Besatzungsmitglied zu den fittesten Läufern gehört und 2015 den Marathon in Bonn lief.

Am Ende ist der jüngste Läufer, Simon Gackstatter nach 1:41:18 als Erster glücklich und zufrieden im Ziel angekommen. „Es ist doch nochmal anstrengender auf sich bewegendem Boden zu laufen. Aber zu sagen, dass man einen Halbmarathon in See gelaufen ist, kann nicht jeder von sich behaupten. Es war ein Hammererlebnis“, fügt er mit einem Lächeln hinzu.

Zeiten der Läufer:

Simon Gackstatter 1:41:18

Benjamin Holderbaum 1:41:25

Felix Grothe 1:51:49

Patrick Michel 1:53:45

Andreas Westphal 2:02:42

Michael Bähring 2:08:56

Dominic Kania 2:30:55

 
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