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Taufe

Rede Dr. Hans Christoph Atzpodien

Begrüßung durch Dr. Hans Christoph Atzpodien,  Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Marine Systems AG

Meine sehr verehrten Damen und Herren,Taufe_EGV_BONN_032b

wir haben Sie heute hier nach Emden eingeladen, um mit Ihnen gemeinsam einen weiteren bedeutenden Schritt im Bauprogramm für den dritten Einsatzgruppenversorger der Klasse 702 zu feiern. Der Bau des Schiffes ist schon weit fortgeschritten, aber während es bislang hauptsächlich um die Montage von Schiffskörper, Anlagen und Geräten ging, steht in den kommenden Wochen die Inbetriebsetzung der verschiedenen Systeme im Vordergrund. Der Einsatzgruppenversorger wird gerade in diesen Tagen gewissermaßen zum Leben erweckt. Das ist ein geeigneter Zeitpunkt, um im Rahmen einer festlichen Taufe aus dem bislang namenlosen Bauwerk ein Schiff mit einem eigenen Namen zu machen.

Ich freue mich, dass so viele unserer Einladung zu diesem Ereignis gefolgt sind, und begrüße Sie sowohl im Namen der ThyssenKrupp Marine Systems als auch der übrigen drei ARGE-Werften Friedrich-Lürssen-Werft, Flensburger Schiffbaugesellschaft und P+S Werften sehr herzlich hier bei der Emder Werft und Dockbetriebe in Emden. Wir werten es als Ausdruck Ihrer Verbundenheit, dass Sie diesen bewegenden Moment gemeinsam mit uns erleben wollen.

Ganz besonders freue ich mich, als Taufpatin für den dritten Einsatzgruppenversorger der Klasse 702 Frau Hanne Hufschmidt, die Gattin des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn, zusammen mit Ihnen, Herr Oberbürgermeister Nimptsch, auf unserer Werft recht herzlich begrüßen zu können. Verehrte Frau Hufschmidt, wir danken Ihnen sehr dafür, dass Sie diese wichtige Aufgabe übernommen haben. Die durch Sie vollzogene Taufe ist ein ausdrucksstarkes Symbol für das schon heute bestehende enge Patenschaftsverhältnis zwischen Schiff und Besatzung und seiner Patenstadt Bonn.

Ganz besonders freuen wir uns, dass der Bundesminister der Verteidigung, Herr Dr. Thomas de Maiziere, heute unter uns ist und mit seiner Anwesenheit die große Bedeutung der heutigen Feier unterstreicht. Auch Sie, Herr Minister, heiße ich hier bei uns in Emden besonders herzlich willkommen.

Als obersten Repräsentanten des zukünftigen Nutzers des zu taufenden Schiffes begrüße ich sehr herzlich den Inspekteur der Deutschen Marine, Herrn Vizeadmiral Axel Schimpf, ebenso wie den Stellvertretenden Befehlshaber der Flotte, Herrn Flottillenadmiral Georg von Maltzan.

Unser direkter Auftraggeber, das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz, wird heute repräsentiert durch den Vizepräsidenten, Herrn Thomas Wardecki, den ich ebenfalls herzlich begrüße.

Ein freundlicher Willkommensgruß geht auch an die anwesenden Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Niedersächsischen Landtages, die Herren Burkhard Müller-Sönksen, Hans-Dieter Haase, Reinhard Hegewald und Roland Riese.

Schließlich grüßen wir all unsere Partner und Lieferanten für das Bauprogramm EGV· 2. Los, an erster Stelle unsere Partner in der ARGE EGV, namentlich Herrn Friedrich Lürßen von der Lürssen-Werft, Herrn Peter Sierk von der Flensburger Schiffbaugesellschaft und Herrn Rainer Kadow von den P+S Werften.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

der vor uns liegende und in Kürze fertig gestellte Einsatzgruppenversorger trägt die offizielle Bezeichnung "Klasse 702, 2. Los", ganz so, als ob es sich lediglich um ein weiteres Schiff aus einer Serie von gleichen Schiffen handeln würde. Das ist allerdings ein Trugschluss, denn das 2. Los unterscheidet sich ganz erheblich von seinen beiden Schwesterschiffen, die 2001 und 2002 in Dienst gestellt wurden. Dabei geht es nicht nur um die Anpassung der Anlagen und Systeme an den Stand der Technik. Es geht vor allem auch um die konsequente Umsetzung der mit den ersten beiden Schiffen gewonnenen Erfahrungen, wobei auch die zwischenzeitlichen Änderungen in den Missionsprofilen eine Rolle spielen. Aus der langen Liste von Änderungen und Verbesserungen des 2. Loses im Vergleich zum 1. Los seien genannt:

  • Ein neues Konzept für die Antriebsanlage mit einer um 33 % höheren
    Antriebsleistung und deutlich geringerem Kraftstoffverbrauch;
  • Die Möglichkeit der Aufnahme eines internationalen Stabes, beispielsweise
    einer Command Task Group (CTG), zur Lageführung einschließlich
    entsprechender Kommunikationseinrichtungen;
  • die Stärkung der Fähigkeiten von Hubschrauberoperationen, u. a. durch
    Integration eines Hubschrauberleitsystems zur sicheren Führung von
    Bordhubschraubern auch unter schwierigen Wetterbedingungen;
  • und schließlich die Integration einer Multi-Sensorplattform zur 360°-
    Rundumüberwachung des Schiffes zum Eigenschutz.

Selbstverständlich wurden darüber hinaus die neuesten nationalen und inter-
Selbstverständlich wurden darüber hinaus die neuesten nationalen und internationalen Vorschriften und Übereinkommen, z. B. zum Schutz der Umwelt, bei Konstruktion, Komponentenauswahl und Fertigung berücksichtigt.

Wie seine Schwesterschiffe ist auch das dritte Schiff der Klasse weit mehr als ein einfacher Versorger oder ein bloßer Doppelhüllentanker. Es ist vielmehr eine der Antworten auf die Anforderungen an die Deutsche Marine im Zusammenhang mit internationalen Einsätzen, wie ATALANTA und UNIFIL, oder humanitären Missionen,
wie bei der Tsunami-Katastrophe in Indonesien. Dieses Schiff kommt für die Marine zur rechten Zeit, weil es dazu beitragen wird, die große Belastung, die auf den Schiffen und den Besatzungen der ersten beiden Einsatzgruppenversorger ruht, zu senken.

Aber der dritte EGV kommt auch für die deutsche Marineindustrie zur rechten Zeit. Bei Unterzeichnung des Bauvertrages im Dezember 2008 bedrohte die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise bereits unserer Industrie. Viele Werften mussten Stornierungen von Neubauaufträgen verzeichnen, weil deren Finanzierung plötzlich
nicht mehr gesichert war. In dieser Situation war ein Auftrag für die Deutsche Marine ein wichtiger Ankerauftrag, der für die beteiligten Werften ein stabilisierendes Element darstellte. Für den Standort „Nordseewerke", auf dem wir uns heute befinden, hatte und hat der EGV-Auftrag darüber hinaus eine besonders wichtige Funktion bei dem laufenden Umgestaltungsprozess, den wir im Jahr 2009 eingeleitet haben. Konkret hat der Auftrag mit dazu beigetragen, dass wir die hiesige Belegschaft mit 700 Mitarbeitern in einem strukturierten Prozess in ein neues
Betätigungsfeld, nämlich die Fertigung von Komponenten für Off-shore Windkraftanlagen, überführen konnten.

Durch die Umwandlung des Standortes von einer Neubauwerft zu einer Produktionsstätte von Offshore-Wind-Komponenten gelingt es, die Arbeitsplätze auch langfristig hier am Standort zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist die Endausrüstung des dritten EGV, neben den bereits abgewickelten U-Boot-Aufträgen,
ein ganz wichtiger letzter Neubauauftrag für diesen Standort.

Die heutige Taufe des dritten EGV ist nun die letzte Taufe eines Schiffes auf dem Gelände der Nordseewerke. Mit Ablieferung des Schiffes im kommenden Herbst wird der Schiffsneubau auf diesem Standort endgültig eingestellt werden. Was bleibt, ist der Schiffsreparaturbetrieb der Emder Werft und Dockbetriebe - kurz: EWD - die
auch die Regie für die Endausrüstung des dritten EGV übernommen hat.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

damit komme ich wieder zurück zum Anlass der heutigen Feierstunde, der Taufe des hier vor uns liegenden Einsatzgruppenversorgers. Es ist mir an dieser Stelle eine angenehme Pflicht und ein Bedürfnis, einen Dank an die Beteiligten am Bauprogramm EGV KI. 702 2. Los auszusprechen. Mein besonderer Dank für die gute und konstruktive Zusammenarbeit geht dabei an die beteiligten Dienststellen und Vertreter des öffentlichen Auftraggebers. Das sind vor allem die Projektabteilung See im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, der Güteprüfdienst mit seinen örtlichen Dienststellen, die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen
(WTD 71), das Marineamt und das Flottenkommando.

Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Partnern in der ARGE EGV, d. h. bei der Friedrich-Lürssen-Werft, der Flensburger Schiffbaugesellschaft und den P+S Werften. Ferner gilt mein Dank den vielen Zulieferern, die mit ihren hochwertigen Lieferungen und Leistungen dazu beitragen, dass die hohen Qualitätsansprüche in
diesem Neubauprogramm erfüllt werden.

Ein ganz besonders herzlicher Dank aber gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der vier ARGE-Werften. Sie leisten mit ihrem Sachverstand und ihrem Engagement den entscheidenden Beitrag für das Gelingen dieses anspruchsvollen Bauprogramms.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich freue mich nun mit Ihnen auf den weiteren Verlauf der Feier zur Taufe und Namensgebung unseres Neubaus, und ich wünsche Ihnen interessante Gespräche und insgesamt ein paar schöne Stunden auf unserer Werft.

Vielen Dank!

 

Rede des Bundesministers der Verteidigung

Grußwort des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière, anlässlich der Schiffstaufe des Einsatzgruppenversorgers BONN am 17. April 2012 in Emden

Liebe Kollegen aus der Politik, im Besonderen aus dem Deutschen Bundestag und aus dem Niedersächsischen Landtag,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister der Stadt Emden, Herr Bornemann,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Herr Nimptsch,
liebe Frau Hufschmidt,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Soldatinnen und Soldaten.
Besonders grüße ich den Inspekteur der Marine, Herrn Vizeadmiral Schimpf sowie den ersten Kommandanten des neuen Schiffs, Herrn Fregattenkapitän Laue!Verteidigungsminister1

Besondere Momente verlangen besondere Orte. Und diesen Moment kann es nur an diesem Ort geben. Ein Blick in die Reihen zeigt: Dieser Tag ist besonders – für uns alle, für die Patenstadt dieses schönen und bedeutenden Schiffes, Bonn, für die Deutsche Marine und für die Bundeswehr insgesamt.
Wir stellen in diesen Wochen und Monaten manches Schiff außer Dienst. Dass wir heute eine Schiffstaufe feiern, freut nicht nur die Marine, sondern auch den Minister.
Heute feiern wir in doppelter Hinsicht eine besondere Schiffstaufe:
Die Einsatzgruppenversorger der Berlin-Klasse – Herr Oberbürgermeister Nimptsch, es tut mir ja leid, aber so heißt die Klasse nun einmal, das wurde vor meiner Zeit entschieden – sind die größten Einheiten unserer Marine. Sie haben sich im militärischen ebenso wie im humanitären Einsatz bewährt. Sie sind damit Botschafter eines
Deutschland geworden, das seiner internationalen Verantwortung umfassend gerecht wird.
Diese Einsatzgruppenversorger der Klasse 702 tragen wesentlich dazu bei, dass ein maritimer Einsatzverband über 45 Tage autark mit Betriebsstoffen, Lebensmitteln, Ersatzteilen und Munition versorgt werden kann. Er gelangt damit an fast jeden für uns relevanten Ort auf der Welt.

Die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung im Einsatz entsprechen der Leistungsfähigkeit eines modernen Kreiskrankenhauses. Das an Bord einzurüstende Marineeinsatzrettungszentrum (MERZ) verfügt über Einrichtungen wie Chirurgie, Anästhesie, Innere Medizin sowie Zahn- und Labormedizin.

Die politische Chiffre „Bonn“ steht für einen wichtigen und guten Teil der Geschichte unseres Landes. Der Name BONN macht dieses Schiff zu einem Botschafter für Demokratie und Freiheit. Nach ihrer Indienststellung im Herbst wird die BONN ihren Namen und diese Botschaft in viele Häfen auf der ganzen Welt tragen. Die BONN wird künftig auf allen Meeren der Welt zuhause sein müssen – und ihrer Besatzung sicher jederzeit ein gutes Zuhause sein.
Ein Sprichwort sagt: „Schiffe und Menschen brauchen einen Hafen.“ Wir alle tragen die Sehnsucht nach Heimat, Geborgenheit und Sicherheit in uns. Vielleicht kommt es auch daher, dass wir unseren Schiffen einen vertrauten Namen geben.
Diese Sehnsucht nach Sicherheit scheint oft im krassen Widerspruch zu stehen zu einer Welt voller gesellschaftlicher Umbrüche, politischer Unsicherheiten und strategischer Unwägbarkeiten. Die Neuausrichtung der Bundeswehr ist unsere Antwort auf diese Welt. Eine einsatzfähige und zukunftsfeste Bundeswehr als Instrument zur Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen von heute und morgen – das ist unser Ziel. Und dabei bleibt die Bundeswehr all ihren Angehörigen trotzdem ein sicherer Hafen.

„Haben wir nicht – gibt es nicht“ – so lautet das Motto der Besatzung der FRANKFURT AM MAIN, eines Schwesterschiffs der BONN.
„Haben wir nicht – gibt es nicht“ – dieses Motto sollte auch für das Schwesternschiff BONN, für die Marine und für die Bundeswehr insgesamt gelten. Mit dieser Haltung können wir die Neuausrichtung zum Erfolg führen. Diesen Anspruch durchzuhalten, gelingt zwar nicht immer und nicht in jeder Einzelfrage, aber die Haltung ist trotzdem
richtig.
Bevor ein Schiff als ganzer Stolz seiner Besatzung aufs offene Meer hinausfahren kann, durchläuft es die Stationen Brennbeginn, Kiellegung, Taufe und Indienststellung. Auch für die Neuausrichtung der Bundeswehr bedurfte und bedarf es vieler Schritte, bevor wir konkrete Ergebnisse erkennen können. Zu Beginn mag man nicht direkt
und immer das erhabene Schiff, das schöne Ergebnis erkennen. Aber: Es wird schon.
Über 200 Soldatinnen und Soldaten werden auf der BONN zukünftig „ihre Frau“ und „ihren Mann“ stehen. Sie sind es, die das Schiff, das jetzt noch eine leere Hülle ist, alsbald mit Leben erfüllen werden. Als erste Besatzung haben sie das besondere Glück – aber auch die Verantwortung – die wohl prägendste Phase im Dasein eines Schiffes maßgeblich zu gestalten. Sie prägen den Geist des Schiffes für die Zukunft. Für diese fordernde Aufgabe wünsche ich Ihnen Freude, Ausdauer und Erfolg.
Meine besten Wünsche begleiten sie.

Meine Damen und Herren, die Bundeswehr braucht für ihre Neuausrichtung und für die Erfüllung ihres Auftrags die breite Unterstützung der Gesellschaft in unserem Land. Patenschaften setzen hier ein deutliches Zeichen. Umso mehr freut es mich, dass zahlreiche Länder und Gemeinden immer wieder den Wunsch äußern, die
Patenschaft über ein Schiff oder ein Boot der Deutschen Marine zu übernehmen.
Die Namensgebung der BONN kam im Jahre 2009 auf Wunsch zahlreicher Bonner Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker zustande. Nur den wenigsten wird bewusst gewesen sein, dass sie damit einen ganz und gar unstrittigen „zweiten Dienstsitz Bonn“ der ganz anderen Art schufen. Über dieses Zeichen der Verbundenheit mit der Bundeswehr freue ich mich. In meinen Dank will ich all jene einschließen, die an den verschiedenen Stellen an der Planung und am Bau der BONN mitgewirkt haben – in der Bundeswehr, in der Industrie und in den Werften.

Im September 2011 erlebten viele von Ihnen mit der feierlichen Kiellegung in Wolgast an der Ostsee die „Geburtsstunde“ der BONN. Heute taufen wir das Schiff an der Nordsee. Das ist deutsche Einheit. So, wie die Stadt Bonn für einen rundum geglückten Beitrag zur deutschen Demokratie auf dem Wege zu Einheit in Frieden und Freiheit für ganz Deutschland steht, wird das Schiff BONN für Frieden und Freiheit unseres Vaterlands und seine wachsende Verantwortung stehen.
Möge der Name BONN auch in Zukunft für ein glückliches Schiff stehen. In diesem Sinne wünsche ich unserer BONN stets auch eine glückliche Heimkehr!
 

Festansprache des des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf

Festansprache des Inspekteurs der Marine Vizeadmiral Axel Schimpf anlässlich der Taufe des Einsatzgruppenversorgers BONN am 17. April 2012 in Emden 

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ lässt uns Hermann Hesse wissen. Und, setzen wir die Taufe eines Schiffes, unseres Marineschiffes BONN, mit einem Anfang gleich, dann soll auch der heutige Tag, dann wird auch das heutige Ereignis seinen Zauber mit sich bringen.Taufe_EGV_BONN_044a

Als Inspekteur der Marine ist es mir Ehre und Freude zugleich, zu einem solchen Anlass zu Ihnen sprechen zu können und einige Gedanken mit Ihnen teilen zu können.

Schiffen Namen zu geben ist ein uralter Brauch. Das Ganze hat zunächst den höchst praktischen Zweck, Schiffe voneinander unterscheiden zu können (schließlich wird die Deutsche Marine bald über drei Einsatzgruppenversorger verfügen können).

Neben diesem praktischen Bezug hat die Schiffstaufe eine tiefere, sozusagen mythische Bedeutung. Wird ein Schiff getauft, drückt das auch das Bedürfnis aus, dem schwimmenden Stahl, Holz- oder Kunststoffkörper eine Seele einzuhauchen.

Und so kann man es auch sehen: das Rauschen der Bugwelle, knarrende Spanten, Motorengeräusche, ächzender Stahl, das Rollen und Stampfen in bewegter See, der Klang des Typhons und vieles mehr machen einen Teil des Charakters und der ‚Persönlichkeit’ eines Schiffes aus. Wohl aus diesem Grunde bezeichnete der große Schriftsteller Joseph Conrad Schiffe als „lebendige Geschöpfe“.

Die Taufe einer neuen Einheit zeugt immer auch von Zukunftsorientierung und ist sichtbarer Ausdruck eines zupackenden, eines vorwärts drängenden Optimismus’.

Mit Taufen verbinden sich aber auch Patenschaften.

Sehr verehrte Frau Hufschmidt, ich danke Ihnen herzlich dafür, dass Sie als Gattin des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn  persönlich das Amt der Taufpatin für den Einsatzgruppenversorger BONN übernommen haben. Sie zeigen damit nicht nur die enge Verbundenheit der Stadt Bonn mit der Deutschen Marine, sondern verleihen vielmehr auch Ihrem persönlichen Wunsch Ausdruck, den Lebensweg des Schiffes und seiner Besatzung zu begleiten. Darüber freuen wir uns. Im Namen der Deutschen Marine wünsche ich Ihnen allen, die sich dafür engagiert eingebracht haben und einbringen werden Freude und Erfüllung mit dieser Patenschaft.

Für uns, meine Damen, meine Herren, sind Patenschaften wertvoll und wichtig, geht es doch nicht nur um ein herzliches und gelebtes Miteinander, um das Verankern unserer Deutschen Marine in der Bevölkerung, sondern auch um das Verbreiten und Fördern des maritimen Gedankens im Binnenland.

Bonn ist eine Stadt, die sich zum Frieden bekennt. Dieses Bekenntnis wird gelebt und drückt sich unter anderem auch darin aus, dass in Bonn zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen ihren Platz gefunden haben und von hier aus wirken. Und, mehr noch, in Zukunft wird ein Schiff der Deutschen Marine, das den Namen BONN trägt, im Einsatz für den Frieden in unserer Welt unterwegs sein. Das ist ein starkes Signal, das ist ein deutliches Bekenntnis der Stadt Bonn und seiner Bürgerinnen und Bürger; das ist aber auch ein Stück „maritimer Bewusstseinserweiterung“.

Wenn ich mir die engagierten Initiativen, Entwicklungen und Aktivitäten der Stadt Bonn für ihr Schiff und die Besatzung vor Augen führe, so kann ich sagen:  Diese Patenschaft hat bereits jetzt ein ausgesprochen solides Fundament und ist schon sehr lebendig.

Sichtbares Zeichen für die wohlgesinnte, ehrliche und gelebte Zuneigung zu Schiff und Besatzung ist die Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Stadt Bonn, des Freundeskreises „Einsatzgruppenversorgers BONN“ und auch der Ehrengarde Bonn bei der heutigen Zeremonie. Das ist schön!

Es hätte also kaum eine bessere Wahl für die Patenschaft für den dritten Einsatzgruppenversorger der Marine geben können. Und, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Vertreter der Stadt Bonn, die Marine bleibt Bonn mit ihrem Einsatzgruppenversorger erhalten. Das hat umso mehr Bedeutung und Gewicht, als mit Auflösung unseres Führungsstabes auf der Hardthöhe das „Blaue Tuch“ weitgehend aus Bonn verschwinden und an der Warnow angesiedelt wird.

Sehr verehrte Frau Hufschmidt, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Nimptsch, ich freue mich damit, zugegeben, über einen kleinen Umweg, auf eine weitere gute, herzliche und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bonn und der Deutschen Marine.

Der  Einsatzgruppenversorger Bonn ist das dritte Schiff der Klasse 702. Die BONN und ihre zwei Schwesterschiffe stehen für eine konsequente Einsatzorientierung unserer Streitkräfte. Mit diesem Schiff erhalten wir ein modernes und zukunftsfähiges maritimes Einsatzmittel, das uns viele Möglichkeiten des Handelns eröffnet – auch und gerade für streitkräftegemeinsame und internationale Einsätze und Verpflichtungen.

Die Einsatzgruppenversorger sind Arbeitspferde der deutschen Flotte und haben in der jüngeren Vergangenheit eine beeindruckende Leistungsbilanz vorzuweisen, die internationale Beachtung hervorgerufen hat. Exemplarisch sei angeführt, dass der Einsatzgruppenversorger BERLIN im Rahmen der humanitären Hilfe für Banda Aceh 2005, der „Tsunami-Katastrophe“, wirklich große Hilfe geleistet hat. Der Wert dieser weltweit einmaligen Versorgungsschiffe mit ihrem Marine-Einsatz-Rettungs-Zentrum – welches die Leistungen eines kleinen Krankenhauses bereitstellen kann - wurde bisher in jedem Einsatz, ob bei den VN-Einsatz UNIFIL vor der Küste des Libanon, der NATO-Einsätze Enduring Freedom oder Active Endeavour und der von der EU geführten Mission ATALANTA am Horn von Afrika unter Beweis gestellt.

Ich bin mir sicher: Das jüngste Mitglied unserer ‚Familie der Marineschiffe’, der Einsatzgruppenversorger BONN, wird sich in die Erfolgsbilanz seiner beiden Schwesterschiffe nahtlos einreihen!

Einige Worte an den ersten Kommandanten des Einsatzgruppenversorgers BONN, Herrn Fregattenkapitän Laue.

Eine Kommandantenzeit ist eine Zeit der Erfüllung und der Herausforderungen. Sie, Herr Kapitän Laue, haben in Ihrer Marinelaufbahn unter anderem als Kommandant des Tenders Rhein bereits erfolgreich nachgewiesen, dass Sie mit Herausforderungen souverän umgehen können.

Und, es sind wiederum große Aufgaben, denen Sie sich gegenübersehen: eine Besatzung zusammenzuschweißen und sie auf ihre Bestimmung vorzubereiten, ein neues Schiff in Fahrt zu bringen und schließlich weltweit im Einsatz erfolgreich zu sein. Der berühmte Joseph Conrad schreibt: „Mit Menschen richtig umzugehen ist eine ebenso große Kunst, wie der Umgang mit Schiffen. Beide leben sie in einem unsicheren Element, beide sind ungewissen und mächtigen Einflüssen ausgesetzt und mögen es lieber, dass man ihre Vorzüge erkennt, als dass man ihre Fehler aufdeckt.“

Und weiter können wir lesen: „Die wahren Meister ihres Berufes haben mit dem Schiff, das sie führen, immer nur das eine Ziel im Auge, ihr Bestes zu geben. Nicht an sich selbst zu denken und sich mit seinem ganzen Denken und Fühlen dieser großen Kunst hinzugeben, das ist für einen Seemann der einzige Weg zu getreuer Pflichterfüllung.“

Der Besatzung möchte dazu in Erinnerung rufen: Seefahrt ist neben Soldatentum und soldatischer Pflichterfüllung ein zentrales Element, welches unsere Deutsche Marine ausmacht, sie prägt. „Die See ist ein geduldiger Erzieher“ formulierte einmal Vizeadmiral Friedrich Ruge. Sie prägt den Charakter, die Haltung und die Moral unserer Marinesoldatinnen und –soldaten. Sie lässt dabei den ‚Seemann’ auf unbegrenzte Horizonte[1] blicken.

In diesem Sinne, Herr Kapitän Laue, Kameradinnen und Kameraden der BONN wünsche ich Ihnen für die vor Ihnen liegende anspruchvolle, aber auch sehr schöne Aufgabe viel Kraft und Glück und immer eine gute Hand für das Schiff. Ich wünsche Ihnen, wie es bei der Marine heißt, allzeit fair winds and following seas and many, many happy returns, – Mein Vertrauen haben Sie.

Vielen Dank!



 

Rede Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch

Rede des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn 

Jürgen Nimptsch

Herr Minister de Maizière, Herr Dr. Atzpodien, Herr Vizeadmiral Schimpf, Herr Fregattenkapitän
Laue,sehr geehrte Damen und Herren! Taufe_EGV_BONN_047a


Ich freue mich sehr, heute als Oberbürgermeister der Stadt Bonn aus Anlass der Taufe des Dritten Einsatzgruppenversorgers zu Ihnen sprechen zu dürfen. In wenigen Minuten wird das größte Schiff der Deutschen Marine auf den Namen unserer Stadt, auf den Namen „BONN“ getauft. Die Schiffe der EGV-Klasse tragen die Namen deutscher Städte, die eine besondere Bedeutung für unsere Demokratie haben:
- Frankfurt am Main
- Berlin
- und ab heute also auch: BONN.
In diesen drei Städten hatten oder haben Deutsche Parlamente ihren Sitz. Die Paulskirche in Frankfurt, der Reichstag in Berlin und der Deutsche Bundestag in Bonn, der Wiege der deutschen Demokratie nach 1945 und der ein Symbol ist für die erfolgreichste Demokratie auf deutschem Boden.


Die heutige Schiffstaufe erfüllt uns mit Stolz. Es ist jedoch nicht allein die Größe des Schiffes, sondern auch die Tatsache, dass dieses Schiff, das, wofür unsere Stadt steht, in alle Welt hinaustragen wird. Ich will zwei Punkte nennen:


Dieses Schiff passt zu Bonn, der internationalen Stadt und der deutschen Stadt der Vereinten Nationen, in der gemeinsam an der Lösung drängender Zukunftsprobleme gearbeitet wird. 18 Einrichtungen der Vereinten Nationen haben sich das gemeinsame Motto gegeben „UNO in Bonn – für nachhaltige Entwicklung weltweit“. Darüber hinaus haben rund 150 Nichtregierungsorganisationen mit den Aufgabenschwerpunkten Umwelt und Entwicklung ihren Sitz in Bonn. Die umfangreiche medizinische Einrichtung der EGV Klasse in Verbindung mit den enormen Versorgungskapazitäten prädestinieren diesen Schiffstyp für humanitäre Einsätze – das passt gut.


Dieses Schiff passt auch aus einem zweiten Grund zu Bonn. Auf dem Hof der Ermekeilkaserne wurden im Jahre 1955 die ersten Bundeswehrsoldaten vereidigt. Das junge Bundesministerium der Verteidigung hatte dort mitten im Herzen der Bonner Südstadt, seinen Sitz. Die Bundeswehr, wie wir sie heute kennen, ist stark geprägt von ihrer „Bonner Zeit“. Hier wurden die Prinzipien der „Inneren Führung“ und des „Staatsbürgers in Uniform“ etabliert. Demokratische Prinzipien innerhalb einer militärischen Führungsstruktur, die einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration der Bundeswehr leisten. Die Stadt Bonn war der Ort, an dem Staatsgäste mit militärischen Ehren empfangen wurden. Große Zapfenstreiche und feierliche Gelöbnisse haben hier stattgefunden. Bonn war aber auch der Ort zukunftsweisender Friedensdemonstrationen. 1981 kam eine Viertelmillion Menschen im Bonner Hofgarten zu einer der größten Demonstrationen für Frieden und Abrüstung zusammen. Auch heute, bestehen zwischen Stadt und Bundeswehr enge und vertrauensvolle Beziehungen. Lassen Sie mich nur ein Indiz für diese engen Beziehungen und für die Verwurzelung von Bundeswehr und Marine in unserer Stadt nennen:


Die Entscheidung über die Namensgebung der BONN traf unsere Stadt nicht unvorbereitet, denn es bestand bereits ein Kreis Marine-Interessierter, der die Patenschaft unterstützen wollte. So sind wir in der einmaligen und überaus komfortablen Position, dass wir einen „Freundeskreis EGV BONN“ haben, der bereits vor Baubeginn des Schiffes seine Arbeit aufgenommen hat, um die Patenschaft mit Leben zu füllen. Der Freundeskreis hat von Anfang an dafür gesorgt, dass enge persönliche Beziehungen zwischen der künftigen Besatzung und der Patenstadt wachsen können. So hat es bereits fünf Besuche von Abordnungen der Einfahrbesatzungen in Bonn gegeben. Die Teilnahme am Deutschlandfest, den zentralen Feierlichkeiten zum letzten Tag der Deutschen Einheit in Bonn, war sicherlich einer der Höhepunkt dieser Besuche. Für diesen Grundstein zu einer lebendige Patenschaft, der bereits vor der Schiffstaufe gelegt wurde, möchte ich dem Freundeskreis EGV BONN danken, namentlich seinem Vorsitzenden Herrn Botschafter a. D. Heldt. Einen Beleg für die schon jetzt lebendige Patenschaft haben wir eben bereits gesehen und gehört. Der Freundeskreis hat nämlich den Kontakt zum Vaterstädtischen Verein der Ehrengarde der Stadt Bonn Vaterstädtischer Verein hergestellt und so den vermutlich in der hergestellt und so vermutlich in der Werftengeschichte den bislang einmaligen Auftritt eines rheinischen Traditionskorps bei einer Schiffstaufe an der Küste ermöglicht.


Dem Bundesministerium der Verteidigung, Herr Minister de Maizière, gilt mein Dank für die Unterstützung der Initiative, den dritten EGV auf den Namen BONN zu taufen. Herrn Dr. Atzpodien und Herrn Dr. Eckel danke ich für die Ausrichtung der heutigen Tauffeier in diesem würdevollen Rahmen. Herrn Fregattenkapitän Laue und seiner Mannschaft wünsche ich allzeit Gute Fahrt und stets eine gesunde Heimkehr.


Uns allen wünsche ich eine schöne Taufzeremonie und freue mich auf viele interessante Begegnungen und die Möglichkeit, unsere „BONN“ näher kennenzulernen. Lassen Sie mich schließen mit einem alten Taufspruch: „Wenn man mit dem Bau zur Richtigkeit gekommen, schafft man das, was nötig noch herbei, dann wird ohn´ Verzug die Taufe vorgenommen, damit dies´ Schiff im Meere glücklich sei.“ Glück und Freude sind Brüder oder Schwestern, ganz so wie wir dies in der „Ode an die Freude“ des großen Sohnes unserer Stadt Ludwig van Beethoven finden und deswegen haben wir „Freude“ zum Leitbegriff unserer Stadt gemacht. Ich wünsche der Bonn, dass Sie das in die Welt hinausträgt, was wir jedem Gast in unserer Stadt wünschen, dass er nämlich ein wenig „Freude“ in seine Heimat aus Bonn mitnehmen kann. Und so schließe ich mit dem Motto unserer Stadt: FREUDE, JOY, JOIE, BONN.

 

Rede der Taufpatin Frau Hanne Hufschmidt

Rede Frau Hanne Hufschmidt zur Erwiderung als Taufpatin beim Abendessen auf Einladung der ARGE EGV und des Vorstandes der ThyssenKrupp Marine Systems AG am Dienstag, dem 17. April 2012, im „Klub zum guten Endzweck“, in Emden

Herr Dr. Eckel, Herr Lürßen, Herr Fregattenkapitän Laue, sehr geehrte Damen und Herren!Taufe_EGV_BONN_048a

Ich freue mich, heute als Taufpatin „unseres“ Schiffes, der BONN, bei Ihnen sein zu dürfen. Ich musste nicht lange überlegen, als mir dieses Amt angetragen wurde und der heutige Tag hat mich diese schnelle Entscheidung nicht bereuen lassen – im Gegenteil.

Für das Taufgeschenk, Flaschenhals und Drechsel möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Die heutige Taufe war ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Ich habe schon mehrere Taufen erlebt, aber allein die Größe des heutigen Täuflings war sehr beeindruckend und stellt alles Bisherige in den Schatten. Für die Möglichkeit, nach der Taufzeremonie den Täufling näher kennen zu lernen und für die Organisation dieses festlichen Rahmens möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Flaschenhals und Drechsel werden in Bonn einen besonderen Platz bekommen, so dass wir immer wieder an diesen schönen Tag heute erinnert werden.

Über das Taufgeschenk, einen Scheck für das Jugendhaus Brücke, habe ich mich gleich in zweifacher Hinsicht gefreut.

Das Jugendhaus liegt im Stadtteil Tannenbusch, in dem ich groß geworden bin. Doch die Einrichtung liegt mir nicht nur aus Nostalgie am Herzen.

Bedingt durch die Bevölkerungsstruktur in Neu-Tannenbusch ist das Jugendhaus Brücke Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus zahlreichen Nationen. Das Jugendhaus ist somit ein Ort, an dem seine Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen kennenzulernen. Durch gemeinsames Erleben und Erfahren können Verständnis für das Anderssein entwickelt und Vorurteile abgebaut werden.

Toleranz und Offenheit zu vermitteln empfinde ich als ganz besonders wichtige und zentrale Anliegen.

Ich habe mir dieses Jugendhaus jedoch nicht nur deshalb als Spendenziel ausgesucht, weil ich seine Aufgaben als besonders förderungswürdig empfinde.

Wie ich erfahren habe, hat die Besatzung „unserer“ BONN bereits gute Kontakte zum Jugendhaus Brücke. Der Leiter des Jugendhauses Brücke, Herr Hergarten, hat es sich dann auch nicht nehmen lassen und ist mit uns nach Emden gereist, um an der Taufe teilzunehmen.

Als Taufpatin hat mich dieses Zeichen für eine lebendige Partnerschaft sehr gefreut.

Ich habe mich natürlich gewissenhaft auf mein Amt als Taufpatin vorbereitet. Dazu habe ich noch einmal die Aufgaben von Taufpaten recherchiert und Folgendes gefunden:

„Taufpaten haben die Aufgabe,

- die Entwicklung des Patenkindes zu begleiten

- und die Eltern moralisch

- und in allen Erziehungsfragen zu unterstützen.“

Unser Täufling hat sich bereits hervorragend entwickelt und ist ja nun schon „groß“, wie wir uns heute sehr eindrucksvoll überzeugen konnten.

Erziehungsfragen scheinen mir auch nicht mehr offen zu sein.

Daher sehe ich den Schwerpunkt meiner künftigen Aufgaben als Taufpatin in der „moralischen“ Unterstützung. Diese moralische Unterstützung verstehe ich so, dass wir die Patenschaft über die BONN mit Leben füllen wollen.

Es ist mir zugleich Erleichterung und auch Freude, dass diese Last nicht alleine auf meinen Schultern liegt.

Mein Dank gilt dem Freundeskreis EGV BONN, der sich bereits vor der Schiffstaufe gegründet hat. Der Vorsitzende, Herr Botschafter a. D. Heldt, ist heute Abend bei uns.

Dem Freundeskreis haben wir neben dem in der Werftengeschichte wohl einmaligen Auftritt eines rheinischen Traditionscorps, der Ehrengarde der Stadt Bonn – Vaterstädtischer Verein, auch zu verdanken, dass die Mannschaft der BONN bereits erste Kontakte in Bonn knüpfen konnte. Neben dem bereits erwähnten Jugendhaus Brücke bestehen Kontakte zur Bonner Feuerwehr und dem Clara-Schumann-Gymnasium.

Diese Kontakte wurden durch die offene und interessierte Art des Kommandanten und seiner Besatzung erleichtert. Dafür möchte ich Ihnen, Herr Fregattenkaptiän Laue, ganz herzlich danken. Für heute wünsche ich uns allen einen angenehmen Abend in dieser festlichen Atmosphäre mit vielen Guten Gesprächen.

Ihnen Herrn Laue, Ihrer Mannschaft und unserem Täufling wünsche ich allzeit gute Fahrt und stets eine gesunde Heimkehr.

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