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Berichte Freundeskreis

Jahresbrief 2016

 Jahresbrief 2016


Liebe Freundeskreismitglieder, Förderer und Sponsoren,

nun steht das Weihnachtsfest schon fast vor der Tür.
Auch wenn es im letzten Jahr völlig untergegangen ist, möchten wir an der guten Tradition festhalten und einen Weihnachtsbrief mit einem Jahresrückblick verschicken.
In diesem Jahr habe ich mich bereit erklärt, den Weihnachtsbrief zu schreiben, wie es in vorherigen Jahren auch der stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises EGV BONN e.V. getan hatte.
Herzlichen Dank an Alle, die sich auch in 2016 dem Freundeskreis, der Besatzung des EGV BONN und der Patenschaft verbunden zeigten und fühlten!
Der gesamte Vorstand, wünscht allen BONN-Freunden und natürlich auch der BONN-Besatzung ein harmonisches und friedvolles Weihnachtsfest. Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit, die Sie im Kreise Ihrer Familien verbringen und genießen können.
So kurz vor dem Jahresende, können wir gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.
Ich verzichte darauf, alle Ereignisse und bis ins Detail zu beschreiben, sondern greife lediglich einzelne Erlebnisse auf.

Auslaufen der BONN zum Einsatz in die Ägäis

Im Januar2016 startete die BONN von Wilhelmshaven in die Ägäis zu ihrem ersten Einsatz im NATO-Verband (SNMG2). Zur Verabschiedung der BONN ließ es sich der Vorsitzende, Bodo Buhse, nicht nehmen und reiste nach Wilhelmshaven. Im Gepäck hatte er neben herzlichen Grüßen der Freundeskreismitglieder und der Stadt, auch Haribo, Kalender, Gesellschaftsspiele und weitere Aufmerksamkeiten.
Die BONN wurde das Flaggschiff des Verbandes und hatte Admiral Klein an Bord sowie einige prominente Besucher, u.a. die Ministerin Dr. Ursula von der Leyen.
Admiral Klein hatte sich Ende des Jahres anlässlich eines Vortrages sehr positiv über die BONN als ein 5 Sterne-Flagschiff geäußert.

Karneval in Bonn

Da die BONN unterwegs war, haben wir am Rosenmontagszug ohne Besatzungsmitglieder teilgenommen. Wie ein Jahr zuvor, hatten wir wieder das prächtige Schiff, die Santa Maria. In diesem Jahr blieb das Schiff auch nicht in der Altstadt hängen ;-). Mit Unterstützung einiger neuer BONN-Freunde, war die Santa Maria voll besetzt. Eine besondere Freude war es uns, neben unserem Ehrenmitglied Björn Laue, auch den Konteradmiral Ohlms an Bord zu haben. Auch beim Rathaussturm waren wir als Piraten vertreten und zu Gast im Alten Rathaus. Die enge Verbindung zu der Ehrengarde haben wir mehrfach gestärkt und gemeinsam die Karnevalszeit genossen.

Im März fand unsere Jahreshauptversammlung statt, während der alle Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt wurden.

Im Juni fand erneut der Tag der Bundeswehr in Bonn statt.

Wie in 2015 beteiligte sich der Freundeskreis auch 2016 mit einem Info-Stand am Tag der Bundeswehr. Bei wunderschönem Wetter und regem Betrieb am Stand, war es ein - in jeder Hinsicht - erfolgreicher Tag vor dem Alten Rathaus. Sämtliches Infomaterial des Freundeskreises und das vom PIZ-Marine zur Verfügung gestellte Material wurde verteilt und auch so mancher FK-Artikel konnte verkauft werden. Wenn die Bundeswehr uns wieder einlädt, sollten wir das wiederholen. So bleibt die Marine auch in Bonn präsent ;-).

Rückkehr der BONN in Wilhelmshaven

Nach knapp 6 Monaten in See kehrte der EGV BONN Ende Juni nach Wilhelmshaven zurück.
Leider konnte dieses Mal kein Mitglied des Freundeskreises zum Empfang an der Pier stehen. Die Besatzung war uns hoffentlich nicht böse, denn die Freude über das Wiedersehen mit ihren Partnern und Familien hatte sicher noch etwas mehr Gewicht…

Besuch Besatzung Charly der Fregatte NRW in Bonn

Bodo hatte sich bereit erklärt, einen Tag Programm in Bonn für die Charly-Besatzung der Fregatte NRW zu organisieren. Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten alle Teilnehmer einen sehr schönen Tag mit den Besatzungsmitgliedern. Nach dem Besuch des Hauses der Geschichte, unternahmen wir eine Stadtrundfahrt.
Krönender Abschluss war dann ein gemütlicher Abend mit Abendessen im Rheinauen Parkrestaurant Rheinaue, wo es auch wieder live-Musik gab.
An dieser Stelle möchte ich kurz anmerken: es wurde sogar getanzt ;-)!
Die NRW-Besatzung hat sich sehr wohl gefühlt in Bonn und war begeistert. Es war eine schöne Aktion, die die gute Verbindung und Zusammenarbeit der beiden Freundeskreise unter Beweis stellte.
Besonderer Dank gilt Bodo für seine tolle Organisation!

Besuch einer Delegation von Mitgliedern Freundeskreis, MK Eisbrecher Stettin und MK von 1898 in Wilhelmshaven

Vom 28. bis 30. September besuchte eine 20-köpfige Delegation des Freundeskreises die BONN in ihrem Heimathafen. Die geplante Unterbringung an Bord war auf Grund der „Europäischen Arbeitszeitverordnung“ leider nicht möglich und wird auch in Zukunft nicht mehr möglich sein, schade! Sehr gut untergebracht war die Delegation dann in Stuben in der Kasernenanlage in der 4. Einfahrt. Ein ausgefülltes Programm mit Ausflügen, Besichtigungen und gemeinsamen Abenden trugen zu einem gelungenen Besuch bei. Vielen Dank für das abwechslungsreiche Programm und die gute Organisation. Es gibt noch viel Bedarf beim Freundeskreis und aus der Bonner Bevölkerung die BONN und ihre Besatzung kennen zu lernen. Daher würden wir uns freuen, wenn sich bald wieder einmal eine Besuchs-Gelegenheit ergeben könnte.

Weihnachtsmarkt 2016

Bereits zum 6. Mal gab es den krönenden Jahresabschluss mit dem Besuch einer BONN-Abordnung und den Verkauf von Marine-Glühwein, Heisser Möwe, Kakao und Tee.
Am Mittwochmittag lud der OB, Ashok Shridaran, im Alten Rathaus zu einem Empfang ein.
Erstmalig kamen die Besatzungsmitglieder in der Woche und nicht übers Wochenende. Dienstag bis Donnerstag wurde zwischen 11.00 und 19.00 Uhr Glühwein verkauft. Unterstützt wurden die Besatzungsmitglieder jeweils von einem Mitglied des Freundeskreises, das dann jeweils die Kasse übernahm. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben!
Für nächstes Jahr sollten wir überlegen, ob die Öffnungszeiten eventuell verändert werden. Es ist zu schade, wenn es ab 19.00 Uhr keinen Marine-Glühwein mehr gibt.
Die Getränke fanden auch tagsüber recht guten Absatz. Dadurch konnte der Kommandant, Jobst Berg, am Donnerstag einen Scheck in Höhe von 500,- € an Frau Orth, der Vertreterin vom Bunter Kreis Rheinland übergeben. Glückwunsch, das war eine tolle Leistung! Den anderen Teil des Erlöses spendete die Besatzung einem Kinder-Hospiz in Wilhelmshaven.

Jetzt bleibt nur eins zu wünschen:

Guten Rutsch ins neue Jahr und

Viel Glück, Freude und Gesundheit für das Jahr 2017 und mögen sich viele Ihrer Ziele, Wünsche und Hoffnungen erfüllen!
Genießen Sie die Feiertage und bleiben Sie gesund!
Wir freuen uns auf ein gemeinsames Jahr 2017!


Herzliche Grüße, auch von Bodo Buhse, Günther Barthelt, Michael Haunhorst,
Eure und Ihre Annett Reimers
Stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises EGV BONN e.V.
Alfter im Dezember 2016

 

Jahresbrief Freundeskreis

Werte Damen, liebe Kameraden, liebe Freunde der BONN,

wie in den Jahren zuvor gibt es wieder einen Jahresbrief. In ihm verbinde ich die Weihnachtsgrüße mit einem kurzen Resümee über unsere Arbeit mit und für unser Patenschiff dem Einsatzgruppenversorger BONN.

Angefangen hat es in 2014 mit dem Auslaufen der BONN zur Kalt- und Warmwassererprobung vom 13. Januar bis 25. Mai 2014. Der Törn ging von Wilhelmshaven, Reykjavik, Halifax, New York, Sunny Point, Dom Rep, Lagos  und

Gran Canaria zurück nach Wilhelmshaven. Die ersten 19 Tage dieser Reise, von Wilhelmshaven bis Reykjavik,  durfte ich miterleben. Trotz rauer See mit 11 Meter hohen Wellen ein tolles Erlebnis, vor allen Dingen die Tages-Fahrt im Großen Fjord von Norwegen, schöner und besser kann es „Hurtig Routen“ nicht bieten!

Den Stopp in New York ließen sich auch einige Freunde der BONN nicht entgehen um beim Einlaufen mit dabei zu sein. Ragnar Fleischmann von der Ehrengarde ließ sich in New York an Bord der BONN von OB Jürgen Nimptsch trauen. Der OB verband den Besuch bei den Vereinten Nationen mit dem Besuch auf der BONN und warb kräftig für Bonn und das Geburtstagsjubiläum Beethovens. Unser „Matrose Beethoven“ so wie unsere neue Freundeskreis-Fahne waren immer und überall in erster Linie dabei. New York war und bleibt für alle die dabei waren ein unvergessliches Erlebnis und war außerdem, wie auch in allen anderen angelaufenen Häfen, eine ausgezeichnete Werbung für unsere Stadt.

Die Dominikanische Republik hinterließ ebenfalls einen bleiben Eindruck, zumal doch einige EhepartnerInnen zu einem Kurzurlaub in die Karibik geflogen waren um Sonne, Strand und Meer bei 30 Grad zu genießen. Die Besatzung genoss diesen, technisch bedingten verlängerten Aufenthalt ebenso, waren es doch zuvor in New York Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gewesen. Einige nutzen auch die Liegezeit in Dom Rep um ihre Familien in der Heimat zu besuchen.

Vor der Küste von Lagos gab es dann den ersten Einsatz der BONN im EAV (Einsatz- und Versorgungsverband). Zusammen mit dem EGV Frankfurt, der Fregatte Hamburg und der Korvette Oldenburg übte man und nahm anschließend am Manöver OBAN GAME EXPRESS 2014 teil. Die BONN ging dann von der Ostküste Afrikas aus in Richtung Heimat mit einen letzten Stopp auf Gran Canaria, wo sie im Hafen von Palma von einigen Mitgliedern des Freundeskreis und Freunden der BONN begrüßt wurden. Diese begrüßten nicht nur die BONN sondern

waren anschließend Gäste an Bord auf dem letzten Törn nach Wilhelmshaven.

Bei strahlendem Wetter wurde die BONN in ihrem Heimathafen von einer riesigen Menschenmenge begrüßt unter ihnen auch eine Abordnung des Freundeskreises der BONN. Als Willkommen in der Heimat durfte ich als Vorsitzender eine „Marzipan-Bonn“ und „16 Marzipan-Besatzungsmitgliedern“ mit einem Gesamtgewicht von 75 Kilo an die Besatzung übergeben, gesponsert von der Firma Kessko und gefertigt vom Konditormeister Burgunder. Eine köstliche Versuchung aber es „schlägt“ auch ganz heftig auf die Rippen.

Erwähnen möchte ich auch, dass wir während die BONN unterwegs war unsere Jahreshauptversammlung hatten und dabei den Vorstand neu gewählt haben. Außerdem wurde der scheidende Vorsitzende Botschafter a.D. Joachim Heldt zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nach der Erprobungsfahrt folgte dann die Werftgarantiezeit in Hamburg um die festgestellten Fehler und Mängel zu beheben. An der Verlegungsfahrt von W’haven nach Hamburg nahm eine kleine Delegation des Freundeskreises unter Führung des Vorsitzenden teil. Es blieb leider nicht bei den angesetzten  Monaten und so viel die geplante Familienfahrt, 13.09.2014, wobei mit und über den Freundeskreis insgesamt 150 Personen hätten mitfahren können, leider aus. Trotzdem gab es im Laufe des Jahres genügend Punkte der Begegnung. Angefangen mit dem Patenschaftsbesuch vom 10. bis 14. Juli, mit dem Besuch zur Politischen Bildung vom 18. bis 22. August und während des Besuchs die Übergabe des Ankers.

Die Werftprobefahrt vom 22. bis 25. September, an der ich teilnehmen durfte,

war die letzte Fahrt der BONN unter dem Kommando von FKpt Björn Laue. Am 28. erfolgte die Verabschiedung durch die Offizierskameraden, die sogenannte „Ausfeier“! Ich bin stolz darauf dass ich dabei sein durfte, es war eine besondere Anerkennung von Leistung und Person! Am 29. September war dann mit einem Bordfest der Kommandant von der Besatzung verabschiedet. Eine Delegation des Freundeskreises und der Feldjäger waren aus Bonn angereist. Der Freundeskreis überreichte dem Kommandanten ein Fotobuch mit Schnappschüssen seiner Zeit auf der BONN, in Bonn, mit dem Freundeskreis und Freunden der BONN! Zusammengestellt wurde dieses Buch von unserer Stellv. Vorsitzenden, Annett Reimers außerdem wurde Björn Laue zum Ehrenmitglied des Freundeskreises ernannt, die er mit sichtlicher Überraschung aber großer Freunde annahm.

Am 30. September war dann die offizielle Kommandoübergabe von Björn Laue an Jobst Berg. Die gute, schlüssige und auch emotionale Abschiedsrede von Björn wird vielen in Erinnerung bleiben aber nicht nur die Rede, er wird uns als Motor der BONN für diese Patenschaft in Erinnerung bleiben und wir hoffen das wir ihn ab und zu als Ehrenmitglied des Freundeskreises begrüßen zu können.

DANKE BJÖRN!

Mit dem neuen Kommandanten hatte ich während der Werftprobefahrt ausreichend Gelegenheit den Freundeskreis, seine  Arbeit vorzustellen und welche weiteren Ziele wir verfolgen. Er sagte zu den Weg seines Vorgängers fortzusetzen nur für „karnevalistische Einsätze“ wäre er nicht der richtige Mann. Im November machte er seinen Antrittsbesuch beim Oberbürgermeister und lernte gleichzeitig unsere Freunde die Feldjäger kennen.

Nach einer Anfrage des Standortältesten, Flottillenadmiral Hemeling, beteiligte sich der Freundeskreis am Volkstrauertag mit einem Kranz bei der zentralen Gedenkfeier des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Nordfriedhof.

Die Aktivitäten in 2014 beendeten wir dann mit dem schon traditionellen Weihnachtsbesuch mit Glühweinausschank. Trotz schlechterer Rahmenbedingen als in den letzten Jahren, nur 2 Tage, „Schietwetter“ und an einem neuen Standort, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Je 450 Euro konnten an das GA Weihnachtslicht und die Wilhelmshavener Tafel übergeben werden. Bei einer Abschiedsfeier im Tennisclub Blau Gold Bonn in Tannenbusch mussten wir uns dann leider von unserem Patenschaftsoffizier Oberleutnant zur See Sophie Waterstradt verabschieden, sie wird ab Januar wieder die Schulbank drücken und den Logistik B Lehrgang absolvieren. Ihr gilt ein ganz besonderer Dank für ihren Einsatz in den letzten 2 ½ Jahre für die BONN, für die Patenschaft, den Freundeskreis und ihr Engagement in allen Belangen der Beziehungen der BONN und der Besatzung nach und für Bonn!

DANKE SOPHIE!

Während ich diesen Brief schreibe ist die BONN zu einer weiteren Fahrt in der Nordsee unterwegs und ankert zurzeit, 17.12. – 11 Uhr, vor Schilling Reede. Wir wünschen ihr bei dieser Probefahrt viel Erfolg damit die Planungen und gesteckten Ziel für 2015 durchgeführt und erreicht werden können.

Für das neue Jahr hat der Vorstand sich neue Ziele vorgenommen, an erster Stelle die Beteiligung mit  einem Wagen am Rosenmontagszug. Hier treten allerdings Schwierigkeiten auf, die BONN ist zwar im Hafen aber in Norddeutschland kennt man ja keinen Karneval und so steht für diese Zeit ein Lehrgang auf dem Dienstplan an dem die Offiziere und auch ein Teil der PUOs teilnehmen müssen.

Die weiteren Planungen und Besuche hängen natürlich von den Einsätzen der BONN ab. Warten wir’s ab, der Vorstand ist gerüstet.

Bedanken möchte ich mich bei allen Mitglieder des Freundeskreises und bei allen Freunden und Förderern der BONN, die uns tatkräftig und viele auch finanziell unterstützt haben, alleine durch unseren Mitgliedsbeitrag könnten wir das nicht bewältigen. DANKE!

Mein Dank gilt aber auch ganz besonders meinen Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit aber auch für die Geduld die sie mit mir haben. DANKE!

Ich wünsche Euch / Ihnen allen ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie oder mit Freunden oder Verwandten. Ferner einen guten Start ins neue Jahr und für das neue Jahr Gesundheit, Schaffenskraft, und weiterhin Spaß und Freude an der Arbeit für unser Patenschiff und dessen Besatzung!

Euer/ Ihr

Bodo Buhse

Vorsitzender

 

Annett Reimers Crew 67/14

Crew 67/14·

Was für eine erlebnis- und ereignisreiche Woche bei der Marine – als Mitglied der Crew 67/14!
Auch dieses Jahr im Herbst wurden wieder Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik nach Mürwik
eingeladen, um die Marine (besser) kennen zu lernen.
Ich hatte das Glück eine dieser 23 Teilnehmer zu sein. Neben einer weiteren Crew-Kameradin
aus Berlin waren 21 Herren nach Flensburg angereist.
Es ist schon erstaunlich wie sehr man innerhalb weniger Tage zusammenfinden kann und sich
tatsächlich eine Crew bilden kann. In dem Bericht sind einige Highlights unseres Wochenprogramms erläutert.
Das Programm war dicht gepackt und mehr als abwechslungsreich.
Hier der Einblick eines Tages:
6.30 Uhr : Arbeitsfrühstück in Neustadt (Anreise am Vorabend) mit Vorstellung des
Einsatz-Ausbildungszentrums der Marine
7.45 Uhr: aufgeteilt in zwei Gruppen Brandabwehrausbildung oder Ausbildung Leckabwehr
9.45 Uhr: Manöverkritik und Verabschiedung
10.30 Uhr: Bustransfer nach Nordholz zum Marinefliegerstützpunkt
15.00 Uhr: Begrüßung im Marinefliegerstützpunkt und Besichtigungen einschl.
Teilnahmemöglichkeit an einer Flugsimulation
17.45 Uhr: Verabschiedung und Bustransfer nach Wilhelmshaven
19.00 Uhr: Ankunft in Wilhelmshaven, Einschiffung und Begrüßung auf der
Fregatte Hamburg
20.00 Uhr: Auslaufen der Hamburg + gemeinsames Abendessen, Führungen
auf dem Boot in kleineren Gruppen
Ich bin dankbar, dass ich ganz aktiv an den Übungen Brandabwehr teilnehmen
durfte. Den Feuerlöscher in meinem Auto oder aus unserem Treppenhaus werde
ich im Ernstfall viel souveräner zur Hand nehmen! Ich habe somit auch etwas
Praktisches fürs Leben gelernt, vielen Dank dafür!
In den Tagen wurde immer wieder deutlich, wie wichtig es den Führungskräften
der Marine ist, einen Einblick zu gewähren, Verständnis und Bereitschaft zur
Unterstützung zu erzielen.
Die Offenheit der Marine-Führungskräfte und die Kommunikations- und
Diskussionsbereitschaft mit den Vertretern aus Wirtschaft und Politik hat mich
positiv überrascht. Hin und wieder war der Hinweis auf die teilweise desolaten
Zustände in Bezug auf Material und Personal schon zu häufig, - wenn auch
nachvollziehbar.
Abgesehen von den Eindrücken und Einblicken in die Marine, war es schön zu
erfahren wie sich innerhalb weniger Tage aus 23 fremden Menschen eine Crew
bilden kann. Es ist eine Bereicherung, innerhalb nur einer Woche so viele und
interessante Menschen auf einmal kennen lernen zu können. Das schließt
selbstverständlich auch das Organisations-Team in Mürwik ein, die Marine-
Führungskräfte, die uns in den jeweiligen Standorten informierten, die vielen
auskunftsfreudigen Besatzungsmitglieder bei unseren Besuchen an Bord bis
zu unseren Kammer-Kameraden, die uns für eine Nacht aufgenommen haben,
ein. Oft sind es gerade die Gespräche mit den Mannschafts-Kameraden, die
das Marine-Bild erst komplett abrunden.
Schon auf der Rückfahrt von Flensburg nach Bonn forderte mein Körper ein, was
er die letzten Nächte oft zu wenig hatte: Schlaf.
Mein persönliches Fazit: Die Marine ist sehr häufig für Zivilbürger im Einsatz, kämpft
mit teilweise veraltetem Material und bringt viel Energie auf, seine Soldaten zu motivieren
die häufige Abwesenheit von zu Hause zu „ertragen“. Kritisch ist der Spagat zwischen
Material und notwendigem Einsatz des Personals. Dafür ein Beispiel: die Marine-Piloten
können ihre notwendigen Flugstunden nur dann ausreichend absolvieren, wenn auch
ausreichende Flugkörper zur Verfügung stehen. Der Frauenanteil in der Marine bietet
noch Potential nach oben und vielleicht überlegt auch ein junger Mensch aus dem
Binnenland, dass eine Ausbildung oder Beschäftigung bei der Marine für ihn/sie
geeignet ist.

Den Artikel auf den sich Annett Reimers bezieht finden Sie hier

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Mit der BONN unterwegs 13.01.-31.01.2014

EGV BONN   Wilhelmshaven, 13.01.2014

Bodo Buhse -Schatzmeister FK EGV BONN e.V.-

Bericht über die Bordzeit vom 13. bis 31. Januar 2014

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Mo 13.01. Ja, es ist schon ein Erlebnis nach 20 Jahren a.D. wieder an Bord eines Schiffes der Deutschen Marine „Dienst zu tun“ und dann noch auf unserm Patenschiff, dem Einsatzgruppenversorger BONN und außerdem in der Kommandeurs Kammer nächtigen zu dürfen!!!!

Angereist waren wir, Joachim, Günther und ich am 13. Januar. Dazu kamen vom Freundeskreis Annett, Elisabeth und Roland, der einen Teil des Vorhangs für den Hangar mitbrachte und einige Freunde der Feldjäger. Außer der Besatzung waren noch verschiedene Prüfer, Abnahme- und Kontrolltechniker eingeschifft. Am 13. abends gab es dann in der O-Messe eine „Come together Party“, letzter Alkohol vor Reykjavik! Zuvor haben wir mit Unterstützung der Feldjäger die ersten beiden Planen des Vorhangs im Hangar angebracht.

Di 14.01. Um 10 Uhr stand Auslaufen auf dem Dienstplan, es war· jedoch kurz nach 11 Uhr als wir endlich den Hafen verließen, allerdings nicht weit. Joachim und Günther und die Feldjäger verbrachten eine lange Zeit auf der Schleuse. Vor Reede geankert, begannen die ersten Abnahmen der RAS-Anlage. Die Messungen und Abnahmen vor Reede gingen bis 19 Uhr, dann wurden Annett, Elisabeth und Roland ausgeschifft und die BONN nahm Fahrt in Richtung Nordsee auf.

Mi 15.01. Den ganzen nächsten Tag über wurden Messungen und Manöver mit einem Messboot durchgeführt u.a. Unterwassertelefonie, Sonar usw. Um 19 Uhr kam das Messboot längsseits und übernahm einen Teil der Prüfer und die BONN nahm anschließend Kurs Richtung England.

Bin auf der Brücke die Wache 00 – 04 Uhr mitgegangen. PIN-Nummer zum telefonieren erworben. Es gibt hierzu zwei Telefonzellen an Bord. Die Pin-Nummer für 210 Gesprächsminuten koste 5 Euro.

Do 16.01. Bei bedecktem Himmel setzten wir vor der Ostküste von Schottland unsere Übungen vor. Gegen Mittag kam die Sonne durch und wir befanden uns 60 sm querab von Edinburgh. Manöver- und Messungsfahren wurden fortgesetzt aber vom „Seemannssonntag“ unterbrochen. Es gab frische an Bord gebackene Teilchen. Abends wurde ein vierter Mann für eine Doppelkopfrunde gesucht und ich stieg ein. Die andern in der Runde waren Kommandant, Meteorologe und SELO. Wir spielten jeden zweiten Abend, einmal sprangen der Schiffsarzt oder der IO als „Ersatzspieler“ ein. Ich erhielt das Angebot doch bis zum Ende der Reise, 24. Mai an Bord zu bleiben. Ganz ehrlich, das hat mich schon „gejuckt“! Bin dann nach Spielende noch im Leitstand Wache gegangen

Fr 17.01. Die Sonne meint es heute nicht gut mit uns, es bleibt den ganzen Tag bedeckt und wir setzten unsere Tests und Messungen fort. Bei der Wache im Leitstand stellte mir der Antriebsmeister, Benny 1, seinen selbstgebastelten Krängungsmesser vor, ein DIN A4 Blatt mit Gradeinteilung und als Zeiger die Metallteile eines Schnellhefter. Ich versprach im einen Krängungsmesser aus Messing

und telefonierte am nächsten Tag deshalb mit Karin. Sie sollte den Krängungsmesser aus meinem Partykeller abbauen und nach W’haven an Benny schicken.

Sa 18.01. 35 sm querab von Aberdeen ziehen wir weiter mit Fahrmanövern unsere Kreise. Die Temperaturen mit 7 Grad Luft und 8 Grad Wasser sind gerade nicht winterlich. Gegen Mittag verschlechtert sich das Wetter, Regen mit Wind von 25 kn. Nach der Doppelkopfrunde wieder auf Brückenwache mit Abstecher OPZ und Funkraum.

So 19.01. Um 09 Uhr gehen wir in der Bucht vor Aberdeen vor Anker und führen Tauchübungen durch wobei das Unterwasserschiff, Ruderblätter usw. nach Schäden abgesucht werden. Ferner habe ich mit Goseberg telefoniert um einige Dinge in Sachen Vorhang zu klären und Druck zu machen das er rechtzeitig in W‘haven ist um nach Reykjavik verfrachtet zu werden. Tagsüber E-Mail abgearbeitet.

Mo 20.01. Nachts an der Küste lang gen Süden gelaufen um für die Messungen weiterhin ruhige See zu haben. Weiter Antriebsmaschinen bei Drehkreisfahrten mit Hartruderlagen bei Vollspeed getestet.

Von ruhiger Fahrt mit 6 oder 8 Knoten auf Stopp und voll zurück. Rückwärts Vollkreis fahren usw.

und das aller bei schönem sonnigen Wetter, nebenbei noch weitere allgemeine Übungen wie z.B. „Feuer im Schiff“!

Di 21.01. Wir bewegen uns weiter vor der englischen Ostküste bei mäßigem Wind, ruhiger See und bedecktem Himmel. Um 11 Uhr legen wir Kurs 055, Geschwindigkeit 20 kn Richtung Norwegen. Die Lufttemperatur beträgt 5, die des Wasser 1 Grad. Das Wetter verschlechtert sich und der Wind nimmt zu, ca. 25 kn, Oberdeck wird gesperrt. ·Diesmal 04-08 Uhr Brückenwache gegangen. DO hat schon Angst dass ich nicht genug Schlaf bekomme!

Mi 22.01. Mittlerweile fahren wir parallel zu norwegischen Küste, die See ist bewegt und zeigt viele Schaumkronen. Gegen Mittag klar es auf und wir steuern mit Marschgeschwindigkeit, 20 Knoten, Nordkurs. Schweres Wetter und die immer wieder über Island aufziehenden Orkantiefs haben wir bisher gut nördlich umfahren und wollen das, so der Kommandant und der Meteorologe auch weiterhin versuchen. Als kleiner fotografischer Leckerbissen soll morgen der Nordfjord besucht werden, er liegt zwischen Bergen und Trondheim.

Do 23.01. Nach relativ ruhiger Nacht, ich habe diesmal wieder einige Nachtstunden auf der Brücke verbracht, laufen wir in den Nordfjord ein und befahren ihn bis zum Ende und wieder zurück. Es ist nicht zu beschreiben und auch die Bilder werden es nicht ausdrücken können, diese Natur muss man erleben und das alles ohne teures Geld bei Hurtigruten zu bezahlen. Einfach tolllll! Und dann noch Seemannssonntag mit frisch gebackenem Kuchen.

Um 17:30 Uhr haben wir wieder die offene See erreicht und nehmen Kurs Richtung Trondheim.

Fr 24.01. Vor Norwegens Küste das schönste Wetter doch in Richtung Island folgt weiterhin ein Orkantief dem anderen, eigentlich ungewöhnlich für diese Zeit aber was ist heute schon so wie man es gewohnt ist? Wir werden also weiter versuchen diesen Tiefs auszuweichen oder zu umfahren, ganz wird es uns wahrscheinlich nicht gelingen und so bereiten wir uns langsam auf eine unruhige Nacht vor. Neptun hat seinen Besuch zwar aus seinem Unterwasser-Kristallpalast angekündigt aber aufgrund der Wetterlage hat er seine Stippvisite erst einmal verschoben. Wir werden in der Nacht den Polarkreis passieren

Sa 25.01. Haben Trondheim schon weit hinter uns gelassen, ca. 450 sm und wenn wir so weiter fahren, stoßen wir irgendwann auf die Eisgrenze. Der Wind weht z.Zt. mit einer Stärke von 30 kn und die Wellenhöhe beträgt 6 bis 8 Meter. Sonnenaufgang war um 11:29 Uhr und Sonnenuntergang um 13:41 Uhr, gesehen haben wir sie allerdings nicht, alles grau in grau. Wir befinden uns im Augenblick in Höhe 77 Grad 30 min nördlicher Länge. Wir werden jetzt 3 Stunden Manöverfahrten bei rauer See durchführen, mit, gegen vor und quer zu Wellen und Wind. Einigen ging es gar nicht so gut, ich kann nur sagen an meiner „Seetüchtigkeit“ hat sich nichts geändert. Ab 17 Uhr hat es weiter aufgebriest und das Schiff macht ganz schön krumm, neigt und schüttelt sich. Die See kommt quer achterlich mit Wellenhöhen um 8 bis 10 Metern. Die Krängung geht zeitweise bis an 20 Grad ran, wir bewegen uns aber nur am Rande des Orkantiefs.

So 26.01. Es hat sich gelohnt das Orkantief nördlich zu umfahren, so hielt sich alles in Grenzen jedenfalls für die meisten. Nun ist es ruhiger geworden und wir steuern Richtung Reykjavik, Kurs 224, Reykjavik 450 sm voraus und Grönland 195 sm querab, Wetter grau in grau.

Mo 27.01. Wir sind bei relativ ruhiger Nacht mit Kurs 220 und Marschgeschwindigkeit gen Island gefahren. Es werden weiter Messungen, Manöver und Prüfungen durchgeführt. Zick-Zack-Kurs und Drehkreise gefahren.

Gegen 17 Uhr sind wir in der Bucht von Reykjanesbaer vor Anker gegangen. Die Taucher starten weitere Untersuchung per Kamera des Unterwasserschiffs. Besatzung wird per Schulung über Island, Land und Leute unterrichtet.

Einwohner: 318.000 davon 120.000 in Reykjavik, 3,1 Einwohner/qkm, Ausdehnung N-S 300km, W-O 500km, zweitgrößte Insel der Welt, größte Vulkaninsel, Vulkankegel 2119 m, 96% Protestanten, Straßennetz 12.000km, Alkohol ab 20, Rauchen ab 18 Jahren, 1 Euro ca. 156 ISK

Di 28.01. Um 08 Uhr Anker auf, weitere Drehkreisfahrten und verschiedene Maschinentests.

Ein Speedboats wird aus gesetzt und wir unternehmen eine Fjordfahrt bei guter Sicht und ausgezeichnetem Wetter. Wieder sind die Bilder beeindruckend und von einmaliger Schönheit, trotzdem, leben möchte ich hier nicht. Um 17 Uhr gehen wir wieder vor Anker, Großreinschiff!

Letzter Doko mit Kommandant, Meteorologen und SELO und danach zwei Stunden Ankerwache auf der Brücke gegangen.

Mi 29.01. Nach ruhiger Nacht vor Anker um 09 Uhr Anker gelichtet und um 10 Uhr in Reykjavik eingelaufen und festgemacht, zurückgelegte Strecke: 3.935,9 sm!

Es wird ein sonniger Tag. Um 13:15 findet das· Spitzenessen mit Botschafter Meister und weiteren amtlichen Vertretern statt. Um 16 Uhr gibt der Kommandant eine Pressekonferenz und um 17 Uhr trifft man sich zum ·„Einlaufbier“ im Hangar. Nach einigen Bier gibt es das Abendessen und danach heißt es „Offene Messen“, ein gemütlicher Abend/Nacht folgt.

Do 30.01 Der Dienstbeginn war auf 11 Uhr festgesetzt, ich bin allerdings erst um 13 Uhr wach geworden, es lag aber nicht nur am Alkohol, ich hatte Schlaf nachzuholen. Draußen herrschte zu diesem Zeitpunkt schon das Chaos mit Schneetreiben und starkem Wind, also nicht mit Stadtbesichtigung, nächstes Mal! Um 17 Uhr Empfang für· 150 Gäste auf Einladung des deutschen Botschafters im Hangar der schön geschmückten BONN. Leider war der Rest des Vorhangs nicht rechtzeitig in Reykjavik, er war zwar rechtzeitig in W’haven, da aber Sperrgut, konnte er erst mit dem nächsten Flugzeug verschickt werden und sollte am 3. Februar auf der Bonn eintreffen.

Was allerdings rechtzeitig eingetroffen war, war der Krängungsmesser für den Antriebsmeister, dank Karin. Er wurde auch gleich poliert und auf eine entsprechende Platte montiert, mit einer Plakette versehen und wird in Zukunft im Leitstand hängen.

Fr 31.01. Das· Schneetreiben hat aufgehört und so werden die über 60 km Autofahrt zum Flughafen nicht zum Abenteuer. Abschied ist nimmer eine schwere Sache und mir ist es wirklich schwer gefallen und einige hätten es auch gerne gesehen wenn ich weiter an Bord geblieben wäre, man kann aber nicht alles haben. Dank an Kommandant, Besatzung· alle an Bord in dieser Zeit tätigen für diese tolle Kameradschaft, die Aufnahme, die Geselligkeit und die unvergesslichen Tage.

Euer

Bodo

Reaktionen:

Einsatzgruppenversorger BONN
-·Kommandant·-

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Lieber Bodo,

bitte komm wieder!

Ich habe grade Deinen Bordbericht auf der Homepage des FK gelesen (ich häng ihn gleich morgen früh an das Bonn Brett), wie sollen wir denn ohne unseren Chronisten auskommen?

Wir laufen am 19.02. in Halifax ein und erwarten Dich.

Liebe Grüße

Björn

 

Einsatzgruppenversorger BONN
-·Decksoffizier·-

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Hallo lieber Bodo,

nun ist es schon einige Tage her dass du uns verlassen hast. Ich habe gerade deinen ausführlichen Bericht gelesen und mich gefragt wofür ich mir noch die ganze Arbeit mache ;)

Ich hoffe trotzdem, dass Ihr beim Lesen ein wenig Spaß habt und auch die anderen einen Eindruck davon bekommen, was wir in der kurzen Zeit schon alles erlebt haben.
Viele liebe Grüße von hoher See (wobei hoch hier wörtlich zu nehmen ist, die Wellen peitschen schon wieder ganz schön)

Im Auftrag

Sophie Waterstradt
Oberleutnant zur See

 

Markus Goell (01) Stadt Bonn

Liebe Bodo,

herzlich willkommen zurück und vielen Dank für den tollen Bericht und die Fotos!

Ich habe (mal wieder) etwas gelernt. So waren mir Seemannssonntag und Krängungswinkel bisher unbekannt. Auch die Fotos sind prima. Die Bilder von Empfang und Spitzenessen in Reykjavik vermitteln einen guten Eindruck und sind mir hilfreich bei den Vorbereitungen für New York.

Dem Vorschlag von Björn, der Dich gerne wieder an Bord nehmen möchte, schließe ich mich an. Wir würden Dich hier zwar vermissen, aber als unsere mobile Außenstelle - das wäre doch was...

Viele Grüße und bis bald, Markus

 

Erste Seefahrt mit der BONN

 

Bonn, den 8.September 2013/He

RUNDBRIEF

Auf unserer BONN in Hamburg und in See

Sehr geehrte Mitglieder des Freundeskreises,

liebe Freundinnen und Freunde,

so schön es auch war, von Zeit zu Zeit an die Küste zu fahren und die BONN zu sehen,
zu besichtigen oder zu taufen, so blieb doch stets der Wunsch gegenwärtig, die BONN
nicht nur als eine Art Exponat aus einem Marinemuseum, sondern als Schiff ·in See zu
erleben. Nun, im August 2013, wurde aus diesem Wunsch erstmals und in unvergesslicher
Weise Wirklich- keit. Eine Einladung unseres Kommandanten machte dies möglich.
Er nahm ein erstmaliges Open Ship in Hamburg und eine sich anschließende Erprobungs-
fahrt in die Nordsee zum An- laß, eine erste kleine Gruppe aus unserem Kreis zur Mitfahrt
einzuladen. Die Zusammensetz- ung der Gruppe spiegelte unseren „blauen Tisch“ in Bonn
wieder, d.h. alle die maritimen Vereinigungen, die sich – neben den engagierten
„Einzelfahrern“ - als Freunde der BONN unter dem Dach des Freundeskreises zusammen-
geschlossen· haben. Dieser ersten Gruppe werden – so die Ankündigung unseres
Kommandanten – sobald wie möglich weitere folgen.
Wie schon in der Überschrift angedeutet, ·umfaßte unser Mitfahrt-Programm zwei Abschnitte:
Einmal den rd. dreitägigen Aufenthalt in Hamburg und zum andern die anschließende
Fahrt in die Nordsee mit Endziel Wilhelmshaven. Und noch etwas ist eingangs zu erwähnen:
Dank der exzellenten Beziehungen der Schiffsführung zu den Göttern der Nordsee standen
beide Programm-Abschnitte durchgehend unter den Zeichen „Blauer Himmel“ und „Ruhige See“.

Die Tage in Hamburg

Schon mit ihrem Liegeplatz, der Überseebrücke, machte die BONN Furore: Alle ankommen-
den Mitfahrer, unterwegs mit Kfz ·oder mit der U-Bahn-Linie 3 /Station Baumwall, sahen schon
von weitem die eindrucksvolle Silhouette der BONN, umrahmt vom Segelveteran
„Rickmer Rickmers“ über das Museumsschiff Cap San Diego bis hin zu der am 24.August
eingelaufenen „Queen Mary 2“.
Noch am Tag des Einlaufens, d.h. am Freitag, den 23.August, wurden dann auch schon·
die engen Beziehungen sichtbar, die sich im Laufe vor allem der letzten beiden Jahre
zwischen Besatzung und Freundeskreis aufgebaut haben: Zum Abschluss der Einlauf-
musterung auf dem Flugdeck wurde der vom Freundeskreis unter besonderem Einsatz
von Bodo Buhse als Decksgast angeheuerte Matrose Beethoven von ihm ·und mir
feierlich der Besatzung anver- traut. Die Flaggenparade vor der im warmen Abendlicht
liegenden Kulisse der (ja immer noch nicht fertigen) Elbphilharmonie schloss das Programm
stimmungsvoll ab.
An den beiden folgenden Nachmittagen „eroberte“ dann die Besatzung der BONN
Hamburg: Obwohl die drei wichtigsten Hamburger Presseorgane keinerlei Hinweise
auf den Besuch der BONN in Hamburg gegeben hatten, strömten am Samstag und
Sonntag knapp 4.000 Besucher über und durch das Schiff. An der Stelling waren sie
von Besatzungsmitgliedern und dem ebenfalls dort angetretenen Matrosen Beethoven
begrüßt und anschließend fürsorglich auf einer vorbestimmten Route über das Schiff
bugsiert worden. Im Hangar schließlich standen dann Bierbar und Grill für die Besucher
zur Verfügung - auch für die berühmten lieben Kleinen war übrigens gesorgt. Damit
hat sich die Besatzung nach dem· Eindruck auch der Freundeskreismitglieder bereits als
hochprofessionell erwiesen, obwohl es sich ja schließlich um eine Premiere, also um
einen erstmaligen Einsatz dieser Art handelte. Abgerundet wird diese Bewertung durch
den Kommentar der nahe der Stelling postierten Feldjäger, wonach diese zweitägige
Veranstaltung ohne die mindeste Störung verlaufen sei. Also alles in allem: Ein voller
Erfolg für die BONN in Hamburg.

Die Tage in See

Waren die Tage in Hamburg eindrucksvoll, so waren sie in See einmalig.
Dies gilt für die Fahrtroute und das Programm sowie für die Versorgung und für die
persönli- che Betreuung der Mitfahrer. Und natürlich ·für unseren ·Kommandanten,
FKpt Björn Laue, und die Besatzung!
Um mit Route und Programm zu beginnen: Sicherlich empfand jeder der Mitfahrer
schon beim Ablegen des mächtigen Schiffs von der Pier in Hamburg das Besondere
dieses Moments: Erstmals an Bord der BONN auf Fahrt zu sein. Und das bei strahlender
Sonne und Wärme, elbabwärts vorbei an Blankenese, am Airbuswerk und an der
Einmündung zum Nord-Ostsee-Kanal in die Nordsee. Nach der Berechnung des
Wachtmeisters haben wir dabei bis zum Einlaufen in Wilhelmshaven insgesamt
831,4 Seemeilen zurückgelegt. Wir haben – wiederum bei warmer Abendsonne –
vor den roten Felsen von Helgoland gelegen, sind bis an die Einmündung zum
Ärmelkanal gelangt und haben auch Westerland auf Sylt im Fernglas gesichtet.
Ebenso vielseitig gestaltete sich das Programm: Abgesehen von den klassischen
Übungseinsätzen wie „Mann über Bord“ oder „Feuer im Schiff“· konnten wir meh-
rfach die Verwendungsmöglichkeiten des Speedboats· verfolgen und einen
Marinehubschrauber im Vorbeiflug beobachten. Daneben wurde uns Gelegenheit
gegeben, die Brücke, die ver-schiedenen Einsatz-Zentralen sowie den Maschinen-
raum und die Entsorgungsstallationen zu besichtigen.
Einer der Programmhöhepunkte war die Begegnung mit der nach sechs-
monatigem Einsatz vor Somalia zurückkehrenden Fregatte AUGSBURG. Nach
sehr frühem Frühstück sahen wir von den oberen Decks aus die AUGSBURG vor
der niederländischen Küste ·im ersten Morgen- licht von achtern auf uns
zulaufen und erlebten sodann den Kampf unserer Besatzung mit der nicht
gerade lupenrein funktionierenden Technik für die Betankungsmanöver;
hieran konnten auch wir Mitfahrer· nachvollziehen, wie wichtig Erprobungen bei
einem neuen Schiff nun einmal sind.
Unvergesslich, und zwar im positiven Sinne, gestaltete sich zum Abschluss die
Vorbeifahrt der AUGSBURG· mit wehender Augsburger Flagge an der BONN,
auf der auf Befehl des Ersten Offiziers, KKpt Stefan Klatt, unsere Besatzung
protokollgemäß an der Backbordseite angetreten war. Reaktionen von der
AUGSBURG besagen, dass· es dort aufgrund dieses warmen Empfangs nach
langen Monaten vor afrikanischen Küsten einige feuchte Augen gegeben
haben soll. Abends begegneten wir dann der AUGSBURG noch einmal, als wir
sie – vor Wilhelmshaven auf· Reede liegend – im Licht der langsam untergehen-
den Sonne passierten.
Zum Abschluss noch ein Wort zu Versorgung und Betreuung. Ohne die Ausdrucks-
form des Superlativs überstrapazieren zu wollen, muss ich auch in diesem
Zusammenhang wieder sagen: Es war einmalig.
In die Tagesbefehle einbezogen, mit der gelben Rollenkarte ausgestattet, im
Gebrauch der Schwimmweste unterwiesen und auf das strikte Alkoholverbot
verpflichtet, fühlten wir uns nicht als irgendwelche Besucher, sondern – wenn-
gleich wir es natürlich nicht waren – als Teil der Besatzung. So wurden wir denn
auch in unsere Kammern eingewiesen und waren dort gut untergebracht. Wir
profitierten darüber hinaus von der Bordverpflegung – an dieser Stelle ein Hoch
auf die Kombüse! – und hatten Gelegenheit, nicht nur die Offiziers-,· sondern
auch die PUO-Messe, die Unteroffiziersmesse und die Mannschaftsmesse zu
frequentieren. Und wurden überall mit der gleichen Freundlichkeit empfangen.
Letzterer Punkt gibt mir Anlass, folgendes mit besonders herzlichem Dank festzu-
halten: Ange- fangen von unserem Kommandanten und vom IO, haben wir
überall Offenheit und Freundlichkeit erfahren. Wir konnten uns – natürlich unter
Beachtung der Regeln - frei bewegen und Fragen stellen, die stets- nach bestem
Wissen – beantwortet wurden. Wir haben bei alledem viel gelernt, viel gesehen
und sicher auch eine Menge verstanden. Dass uns bei der Abschlußmusterung
dann noch eine – vom Wachtmeister initiierte – Teilnahme-Urkunde übereicht
wurde,· belegt nun auch schriftlich unsere Präsenz an Bord der Bonn im August 2013.
Wir Teilnehmer an dieser Fahrt werden diese niemals vergessen, danken noch
einmal sehr herzlich für alles und freuen uns – unbescheiden wie wir nun einmal
sind –schon auf die nächste Mitfahrt. Fazit unserer Mitfahrt: Aus „der“ BONN ist
nun „unsere“ BONN geworden.
Mit allen guten Wünschen sowie mit freundlichen und kameradschaftlichen
Grüßen bin ich Ihr Hans-Joachim Heldt.
 
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