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Deutsch-Südafrikanische Zusammenarbeit

Presse- und Informationszentrum Marine

ERSTES DEUTSCH-SÜDAFRIKANISCHES MANÖVER IN DER OSTSEE

Berlin (ots) - Am Ostsee-Manöver werden neben der südafrikanischen Fregatte "Amatola" und dem Einsatzgruppenversorger "Bonn" noch die Fregatte "Augsburg" und zeitweise weitere Einheiten der Deutschen Marine teilnehmen. Weiterhin nehmen auch Flugzeuge der Marineflieger aus Nordholz am Manöver teil. So werden unter anderem ein Seefernaufklärer und U-Jagdflugzeug P-3C "Orion" unterstützen.

In der ersten Woche haben sich alle Teilnehmer getroffen und den Ablauf des Manövers in einer "Pre-Sail-Conference" nochmals im Detail vorgestellt und besprochen. Einer der Ausbildungsschwerpunkte liegt unter anderem auch darin die Schadensabwehrausbildung voranzutreiben. So haben die südafrikanischen Marinesoldaten auch einen praxisorientierten Ausbildungstag im Einsatz-und Ausbildungszentrum Schadenabwehr der deutschen Marine in Neustadt genossen. In den hauseigenen Übungseinrichtungen konnten sie im realistischen Umfeld echte Brände löschen oder Wassereinbrüche bekämpfen. Das Boardingteam der "Amatola" besuchte Seebataillon in Eckernförde. Hier haben sich die deutschen Boardingsoldaten von ihrer besten Seite präsentiert. Am 01. März machten alle Schiffe ihre Leinen los und erste Ausbildungseinheiten wurden absolviert.

Während die erste Woche dazu diente, die eigene Ausbildung auf den Schiffen voranzutreiben, wird die zweite Woche intensiv genutzt werden. Die zweite Hälfte des Manövers "Good Hope VII" ist in mehrere Phasen aufgeteilt und im täglichen Verlauf wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. So werden unter anderem Seezielbekämpfung, Schadensabwehr, Mann über Bord, nautische Manöver, sowie Versorgungsmanöver auf hoher See geübt. Am 10. März wird der Verband gemeinsam im Hafen von Rostock einlaufen und den Schlussakt einläuten. So werden sich dann nochmals alle zum Abschlussgespräch zusammenfinden und ein Resümee ziehen.

Hintergrund:

Die südafrikanische Marine zählt zu den schlagkräftigsten in der Region. Als nicht-NATO Staat haben sie ein großes Interesse daran, ihre operativen und taktischen Fähigkeiten weiter auszubauen und den Ausbildungsstand der Marinesoldaten zu erhöhen. "Good Hope" ist ein regelmäßig durchgeführtes Manöver, welches außerhalb der NATO stattfindet. In der Vergangenheit wurde das Manöver immer am Kap der Guten Hoffnung in südafrikanischen Gewässern absolviert. Ziel des Manövers "Good Hope" ist es, die Zusammenarbeit im Einsatzverband auf NATO Standard zu optimieren. Ein weiteres Ziel des binationalen Manövers ist es, die bereits bestehende Beziehung und vertrauensvolle Partnerschaft zwischen beiden Marinen weiter auszubauen und zu festigen. Ziel ist es als Marineverband optimal agieren zu können, sodass die verschiedenen Abläufe aufeinander abgestimmt sind. Kapitän Roux, der Kapitän der SAS Amatola betonte den immensen Stellenwert, den die südafrikanischen Streitkräfte der engen Kooperation mit der Bundeswehr und den bilateralen Beziehungen beimessen. "Der bis dato erfolgreiche Verlauf der Übung reflektiert die jahrelange intensive und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Marinen." Das Manöver "Good Hope" ist ein wichtiger Meilenstein um die Einsatzfähigkeit beider Marinen zu festigen.

 
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