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Wetterfrösche

Gutwetter an Bord– Ehrung für Wettermeldungen auf der „Bonn“

In See, 27.02.2017.
Der Teilabschnitt Navigation an Bord eines Schiffes ist kurz gesagt dafür verantwortlich, dass alle heil ankommen. Die Navis, wie sie liebevoll genannt werden, überwachen den Weg des Schiffes auf den Seekarten, planen die Routen und notieren im Schiffstagebuch alles, was an Bord passiert. Im Hafen kommt dann die Vorbereitung für Seefahrten, Routen erstellen und Karten korrigieren, dazu.

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Urkundenvergabe auf dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“ (Quelle: 2017 Bundeswehr / Leon Rodewald)

Ihr Handwerkszeug - früher Karte, Stechzirkel und Kursdreieck - ist heutzutage vor allem die elektronische Seekarte. Der Arbeitsplatz ist die über 20 Meter hohe Brücke des Einsatzgruppenversorgers (EGV) „Bonn“. Dort sieht man sie entweder hinter der elektronischen Seekarte oder im Kartenraum, der Navigationsecke voller Bücher, Vorschriften und Navigationsausrüstung wie dem Sextanten.

Neben den originären navigatorischen Tätigkeiten kümmert sich die Verwendungsreihe 26 an Bord auch um die Meteorologie, es sind also die schiffseigenen „Wetterfrösche“. Dazu gehören das Aufbereiten von Wettermeldungen und die Wetterbeobachtung. Alle sechs Stunden schicken Schiffe auf See eine Wettermeldung an den Geoinformationsdienst der Marine. Darin enthalten sind Wetterbeobachtungen der letzten Stunden, Temperatur, Luftdruck, Niederschlag, Bewölkung und was der Wettergott dem Schiff sonst noch beschert hat.

Diese Wetterdaten werden durch eine Wetterstation aufgezeichnet, die in 34 Meter Höhe angebracht ist. Zusätzlich wird alle 6 Stunden das Wetter von einem Soldaten der Navigation beobachtet und niedergeschrieben. Bei Flugbetrieb wird sogar jede Stunde das Wetter dokumentiert, um für alle Wetterumschwünge gewappnet zu sein.

Der Versorger hat während der Seefahrten 2016, vor allem der Teilnahme an der Standing Nato Maritime Group 2 und dem Einsatz in der Ägais, 440 Wettermeldungen abgeschickt. Im Marinekommando fiel die „hervorragende Qualität der Schiffswettermeldungen“ der „Bonn“ auf, so Diplomgeograph und Fregattenkapitän Ronald Blieffert. Er lässt es sich daher nicht nehmen, der Besatzung als Dank und Wertschätzung eine Urkunde und Plakette zu überreichen.

„Wir vom Geoinformationsdienst nutzen die Wetterbeobachtungen der Schiffe für unsere Vorhersagen und Langzeitprognosen“, so Blieffert. „Diese Daten bilden die Grundlage unserer Arbeit, daher freuen wir uns, wenn so hervorragende Daten übermittelt werden wie vom EGV ,Bonn‘!“

Für die gute Arbeit in Sachen Wetterbeobachtung an Bord ist Oberbootsmann Roger von Kielpinksi maßgeblich verantwortlich. 2011 in die Marine eingestiegen, ist der Portepeeunteroffizier unter anderem als Navigationsmeister für die Aufsicht über die „Wetterfrösche“ an Bord zuständig. So fällt die Ausbildung der sechs Navis der „Bonn“ in seinen Aufgabenbereich. Roger von Kielpinski sorgt dafür, dass jeder die Wolken richtig erkennen und die See richtig deuten kann. So stehen die Navis des Versorgers bei Wind und Wetter in den Nocken, also draußen, um für den Geoinformationsdienst die Wettererscheinungen zu dokumentieren. Kapitänleutnant Janno Niederlehner, Navigationsoffizier an Bord, ist stolz auf die gute Leistung seiner Mannschaft: „Es freut mich, dass die herausragende Arbeit meiner Navis gewürdigt wird.“

 


 
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