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Als Reservist auf der BONN

Endlich wieder Wasser unterm Kiel – Reservist auf dem EGV „Bonn“

In See, 20.02.2017.
Wenn man dem Stabsgefreiten Bätz bei seiner Arbeit auf der Brücke zusieht, dann stutzt man kurz und fragt sich, ob er nicht etwas zu alt für seinen Dienstgrad ist. Er ist mit 40 – wieder – Signäler auf dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“. Sein Weg dahin war ungewöhnlich:

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Bätz an dem Morsescheinwerfer des EGV „Bonn“ (Quelle: 2017 Bundeswehr / Inken Behne)

1996 nach dem Abitur in die Marine eingestiegen, wurde Christopher Bätz Signäler, das bedeutet er ist für Funk, Flaggen und die Kommunikation mit anderen Einheiten zuständig. Dies setzte er mit großer Begeisterung auf dem Schnellboot S 79 „Wiesel“ um und verlängerte seine Wehrpflicht auf 23 Monate. Besonders die Kameradschaft und das unmittelbare Aufeinandertreffen mit der See gefielen dem damals jungen Soldaten auf den 58 Meter langen Holzbooten. „Am liebsten habe ich so richtige Hacksee“, sagt Bätz.

Aus persönlichen Gründen kehrte er nach seiner Wehrpflicht der Bundeswehr erstmal den Rücken und lernte Garten- und Landschaftsbau. Mittlerweile arbeitet er als Vorfeldaufsicht auf dem Frankfurter Flughafen. Im Gespräch mit seinem Kollegen, auch ehemaliger Soldat, kommt Bätz immer wieder auf das Thema Bundeswehr. Die Erinnerungen an Kameradschaft und Erbsensuppe werden ausgetauscht. „Am Ende bleiben nur die guten Erinnerungen und die Bundeswehrzeit ist immer ein gemeinsamer Nenner gewesen“, so Bätz.

Nicht nur Luft- sondern auch Seefahrt

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Bätz erhält einen Funkspruch (Quelle: 2017 Bundeswehr / Inken Behne)

Da ihn nicht nur die Luftfahrt interessiert, entschließt sich der gebürtige Göttinger 2010 als Reservist zur Marine zurück zu kehren und seine „Seebeine“ zu reaktivieren. Dies gestaltet sich zuerst schwierig, da er zu viel Zeit zwischen seiner aktiven Zeit und dem Reserve-Wunsch hat verstreichen lassen. Aber als Soldat hat er gelernt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. „Ich habe mich richtig reingekniet und nichts unversucht gelassen!“. Schließlich wird seine Mühe belohnt: Der Signäler kommt 2011 für vier Wochen auf die Fregatte „Köln“.

Dort kann seine Sehnsucht nach Seefahrt gestillt werden, die Fregatte nimmt an einem Manöver in der Ostsee teil. Da ihm sowohl die Arbeit als auch das Miteinander an Bord große Freude bringen, entschließt er sich, die Laufbahn als Reservist weiter zu verfolgen. Als die Marine im Herbst 2016 ein weiteres Mal an seine Tür klopft, stehen die Sterne günstig und die Vorbereitung für eine Übung auf dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“ beginnt.

Vom 30. Januar bis 24. März 2017 gehört der Stabsgefreite zum Hauptabschnitt 600 – Gefecht – an Bord der „Bonn“. Die ersten Wochen verbringen er und seine Kameraden noch im Hafen. Hier genießt der 40-jährige den Komfort, den ein 174 Meter langer Einsatzgruppenversorger bietet. „Als Schnellbootfahrer kenne ich keine geschlossene Brücke und keine geräumigen Kammern mit Fenstern“, erzählt er schmunzelnd. Und auch der Fahrstuhl im Schiff ist neu für ihn. „Das ist schon Luxus, wenn man von der kleinsten schwimmenden Einheit zur größten wechselt“.

„Einige Dinge ändern sich nie“

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Bätz setzt eine Flagge für das Flaggensignal (Quelle: 2017 Bundeswehr / Inken Behne)

Zunächst heißt es für den Hessen, sich wieder an den Bordalltag gewöhnen. „Einige Dinge ändern sich nie“, stellt er mit einem Augenzwinkern fest, so zum Beispiel das allseits geliebte Reinschiff und die untrügliche Kameradschaft, wo jeder Neue direkt Teil des Teams ist. Auch Bätz wurde in der Messegemeinschaft herzlich aufgenommen und direkt integriert. Da ist es auch kein Problem, dass er doppelt so alt ist, wie die meisten Neulinge. „Durch das Lebensalter und meine Erfahrungen in der zivilen Welt bin ich ein Ansprechpartner und Ratgeber für die Jungs – und mittlerweile ja auch Mädels.“ Besonders rät er ihnen, die Aufstiegs- und Weiterbildungschancen, die die Bundeswehr bietet, wahrzunehmen.

Am 24. Februar geht es für Christopher Bätz und seine 170 Kameraden der „Bonn“ als Flagschiff in die Ostsee zur Übung GOOD HOPE VII mit dem Betriebsstofftanker „Rhoen“, der Fregatte „Augsburg“ sowie der südafrikanischen Fregatte „Amatola“. Bei einem multinationalen Manöver ist die Arbeit als Signäler besonders spannend. Es gilt die Kommunikation mit den anderen Einheiten im Verband sicherzustellen und bei Flugbetrieb, Versorgungs- und anderen Manövern die Flaggen richtig zu setzen. Bätz hofft, auch zum Licht-Morsen mit den anderen Einheiten zu kommen, da er stolz festgestellt hat, dass er das auch nach 20 Jahren noch nicht verlernt hat.

Seefahrt genießen

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Erfahrungsaustausch in der Messe (Quelle: 2017 Bundeswehr / Inken Behne)

Christopher Bätz möchte weiter in der Marine dienen. Er würde auch gerne einen höheren Dienstgrad anstreben, nur ist es schwierig, die Zeit für die entsprechenden Lehrgänge zu finden. Besonders als Reservist erhofft er sich, dass die Bundeswehr in der Zukunft Lehrgänge zeitlich teilbar anbietet, damit der Dienst als Reservist mit dem Berufsleben vereinbar bleibt. Aber erstmal genießt er die Seefahrt von seinem Arbeitsplatz, der 34 Meter hohen Brücke des EGV aus.

 
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