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EGV „Bonn“ als Flaggschiff bei der SNMG 2

Marineforum 10/2016

EGV „Bonn“ als Flaggschiff  bei der SNMG 2 Erfahrungen und Schlussfolgerungen
Jobst Berg


Der Einsatzgruppenversorger (EGV) „Bonn“ ist neben seinen Schwesterschiffen „Berlin“ und „Frankfurt am Main“ das dritte Schiff der Klasse 702 und zugleich das erste Schiff des sogenannten „2. Los EGV“ in der Deutschen Marine. Am 13. September 2013 in Dienst gestellt, durchlief die Bonn erstmalig im Jahr 2015 erfolgreich das Einsatzausbildungsprogramm (EAP) der Einsatzflottille 2 und absolvierte daraufhin im Rahmen der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) 2016 ihren ersten Einsatz bzw. ihre erste einsatzgleiche Verpflichtung. Im Zuge dessen war sie als erster EGV in der Rolle als Flaggschiff einer SNMG mit eingeschifftem internationalen Stab eingesetzt. Während der SNMG 2 wurde der Verband für die NATO-Unterstützung zur Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise vom 19. Februar bis 19. Juni 2016 in der Ägäis eingesetzt. EGV „Bonn“ hat seine Eignung als Führungsplattform nachgewiesen und weiteres Potenzial über die originäre Aufgabe als „Combat Support Ship“ im Rahmen der Verbandsversorgung und -unterstützung hinaus aufgezeigt.

Der EGV „Bonn“ war im Zeitraum vom 1. Januar bis 19. Juni 2016 als deutsches Flaggschiff der SNMG 2 eingesetzt. Die SNMG 2 ist als eine der vier Standing Naval Forces der NATO der maritime Nukleus der NATO Response Force (NRF) und ebenfalls der maritime Anteil der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF).
   Es war der erste Einsatz bzw. die erste einsatzgleiche Verpflichtung der „Bonn“. Bereits im Dezember 2015 begannen die notwendigen Einrüstungen und Maßnahmen zum Herstellen der Führungsfähigkeit mit Schwerpunkt im Bereich der Führungsunterstützung bzw. Informationstechnik. Nachdem die „Bonn“ am 9. Januar 2016 mit dem deutschen Anteil des Stabes aus Wilhelmshaven ausgelaufen war und am 19. Januar 2016 die internationalen Stabsanteile in Cagliari aufgenommen hatte, nahm das Schiff als Flaggschiff der SNMG 2 unter Führung von Flottillenadmiral Jörg Klein zunächst an der Operation Active Endeavour teil. Nach der Entscheidung zur Beteiligung der Bundeswehr an der NATO-Unterstützung zur Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise wurde der EGV „Bonn“ vom 19. Februar bis 19. Juni 2016 in der Ägäis eingesetzt.

  Erstmalig agierte ein EGV als Führungsplattform im Rahmen einer SNMG. Die Auswertung der mit diesem Novum verbundenen, gesammelten Erfahrungen bildet die Grundlage dieser Ausführungen.

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EGV „Bonn“ (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy)

  Im Folgenden werden die Rahmenbedingungen des Einsatzes der „Bonn“ als Führungsplattform dargestellt. Den Schwerpunkt bilden die materielle Ausstattung im Bereich der Operationsführung bzw. Führungsunterstützung, die infrastrukturellen Gegebenheiten und die Personalstruktur an Bord.


Operationsführung /  Führungsunterstützung
Moderne Operationsführung ist auf eine permanente (24/7) Satellitenkommunikation angewiesen. Während klassische Kommunikationsmittel wie Broadcast oder Fernschreiben zunehmend an Bedeutung verlieren, stellen Bandbreiten und Übertragungsraten in der Satellitenkommunikation wesentliche Faktoren der Führungsfähigkeit dar. Erfolgreiche Führungsunterstützung bedingt somit, große Datenmengen via Satellit sicher und in kurzer Zeit übermitteln zu können. Während der SNMG 2/NATO-Unterstützung Ägäis standen EGV „Bonn“ zwei unabhängige Satellitenkommunikationssysteme zur Verfügung. Über diese beiden Systeme konnten alle für die wirksame Operationsführung notwendigen Kommunikationsdienste, Internet und Intranet genutzt werden. Die redundante Aufteilung auf zwei Anlagen hat sich durchgehend bewährt. Selbst bei Ausfall einer Anlage war der Stab weiterhin, wenn auch eingeschränkt, führungsfähig. Aufgrund der guten materiellen Ausstattung der „Bonn“ in diesem Bereich werden sich künftig noch um ein vielfaches höhere Bandbreiten für den Datenaustausch erzielen lassen, sobald landseitig die technischen Bedingungen hierfür geschaffen werden. Die „Bonn“ ist somit in diesem Bereich im Vergleich zu Fregatten als Führungsplattform sehr gut ausgerüstet.

  Für den operativen Einsatz des Schiffes als Führungsplattform sind umfangreiche Funkverbindungen – auch aber nicht nur als Redundanz für jederzeit mögliche Störungen in der Satellitenkommunikation – aufrecht zu erhalten. Daher verfügt EGV „Bonn“ über eine ausreichende Anzahl an terrestrischen (sprich: klassischen) Funkanlagen im gesamten Frequenzspektrum. Gleichwohl sind Situationen vorstellbar, in denen sich an Bord zwischen Funken und Verteidigen entschieden werden muss, da das zur Selbstverteidigung erforderliche Bedienpersonal an den Waffen sich an Oberdeck im strahlungsgefährdeten Bereich der Funkanlagen aufhalten muss.

  Diese Situation ließe sich entweder durch die Umpositionierung der Antennen oder durch die Automatisierung der Selbstverteidigung auflösen. Die Einrüstung des fernbedienbaren Waffensystems Rolling Airframe Missile (RAM) auf den dafür bereits baulich vorbereiteten Fundamenten würde den Eigenschutz und die Fähigkeit zur Selbstverteidigung deutlich erhöhen. Darüber hinaus würde so die Entscheidung zwischen Funken und Verteidigen, insb. in der Rolle als Führungsplattform, entfallen.

  Im Bereich der weiteren Fernmeldeanlagen zeigte sich, dass die umfassende Teilnahme am Standard-Fernmeldeplan in einem internationalen Verband für die „Bonn“ als Führungsplattform durch die Anzahl der eingebauten Sende-/Empfangsanlagen begrenzt wurde. Während der SNMG 2/NATO-Unterstützung Ägäis musste daher anhand der aktuellen und nachfolgenden Vorhaben eine Priorisierung der zuschaltenden Frequenzen vorgenommen werden. Die Operationszentrale (OPZ) und die Stabsräume waren hiervon gleichermaßen betroffen. So stand beispielsweise dem Verbandsführer keine eigene Fernmeldeverbindung zur Führung des Verbandes zur Verfügung. Auch in der OPZ mangelt es an Sprechstellen, die für eingestuften Funkverkehr freigegeben sind. Im Zuge der ursprünglich geplanten Manöver im Rahmen der SNMG 2 wären die aufgezeigten Einschränkungen hinsichtlich der Führungsfähigkeit während klassischer mehrdimensionaler Szenarien unter Umständen ausgeprägter aufgetreten.

  Darüber hinaus konnte die „Bonn“ nicht aktiv am Lagebildaustausch teilnehmen, da ihr derzeit technisch lediglich eine passive (sprich: Empfangs-)Rolle vorgegeben ist. Dies ist für ein Versorgungsschiff, das sich klassisch im Verband stets in der Nähe von Kampfschiffen aufhält, vollkommen ausreichend – allerdings waren die Verbandseinheiten während der NATO-Unterstützung Ägäis über ein großes Seegebiet verteilt und die „Bonn“ oftmals ohne Begleitung in See. Das Lagebild hätte durch eine aktive Teilnahme der „Bonn“ am Lagebildaufbau in einem nicht unerheblichen Maße erweitert werden können.

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Operator vor einer Konsole in der OPZ der „Bonn“ (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy)

Soll-Organisation Personal

Die Operationsführung der NATO-Unterstützung Ägäis zeigte, dass der derzeitige Personalansatz im Bereich des Operationsdienstes und Fernmeldedienstes gemäß Soll-Organisation nicht ausreicht, um vollumfänglich alle Anforderungen (Flaggschiff, Verteidigung gegen asymmetrische Bedrohung, Einzelfahrer, Verband, Seeraumüberwachung, Aufklärung, Flugbetrieb, Nachversorgung, SAR etc.) zu erfüllen. Es hat sich gezeigt, dass weder die Anzahl des planmäßig in der OPZ eingesetzten Personals noch dessen Ausbildungshöhe für die Übernahme der Funktion des Flaggschiffes in einem Einsatzverband der NATO sachgerecht ist. Insbesondere die für jedes Schiff zu erfüllenden operativen Nebenaufgaben und -funktionen belasten einen kleineren Kreis von Soldaten stets mehr, als wenn diese Aufgaben in einer größeren Gruppe verteilt werden können. Diese Situation konnte zurückliegend mit zusätzlich eingeschifftem und im Vorfeld gefordertem Personal überwiegend kompensiert werden.

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Links:Türkisches Küstenwachboot mit Flüchtlingsboot (Foto: ©2016 NATO/Laura Hasenkamp)

Rechts: Griechisches Küstenwachboot und SAR-Boot „Minden“ mit Flüchtlingsboot (Foto: Bundeswehr/Laura Hasenkamp

  Im Bereich des Fernmeldedienstes führte der Einsatz als Flaggschiff dazu, dass das Personal des Funkraums durchgehend 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche die Führungsfähigkeit des Schiffes und insbesondere des Stabes sicherstellen musste. Die Soll-Organisation ist dafür ebenfalls nicht hinreichend ausgelegt – auch hier ist zusätzlich eingeschifftes Personal erforderlich gewesen.

  Der Personalansatz ist weder durchhaltefähig noch einsatzorientiert. In Vorbereitung für die SNMG 2 und während des Übergangs zur NATO-Unterstützung Ägäis musste zusätzliches Personal gefordert werden, um allen Anforderungen des Operations- und Fernmeldedienstes gerecht werden zu können.


Infrastruktur
Gem. Einsatzkonzept EGV Klasse 702 ist die „Bonn“ infrastrukturell als Führungsplattform für einen Verbandsführer vorgesehen.

  Die an Bord verfügbaren unterschiedlichen Stabsräume (ein Stabsraum für die 24/7-Battle Watch, eine taktische Planungszelle, ein Stabsraum für den nationalen unterstützenden Stabsanteil und ein Briefing-/Besprechungsraum), die installierten Führungs- und Führungsinformationssysteme mit den jeweils unterschiedlichen roten und schwarzen Netzwerken in den einzelnen Stabsräumen, die verfügbaren Bandbreiten (wie bereits beschrieben) und auch die Unterkünfte übertreffen die an Bord der Fregatten F123 und F124 vorhandenen Kapazitäten. Sie ermöglichten sogar die Aufnahme, Integration und IT-Anbindung des für die NATO-Unterstützung Ägäis zusätzlich eingeschifften Personals des Stabes (z.B. Verbindungsoffiziere der Anrainerstaaten). Mit einer Kojenkapazität von insgesamt 239 (bei ca. 170 Stammsoldaten) war auf der „Bonn“ ausreichend Platz zur Aufnahme eines Stabes sowie weiteren Personals.    

  Aufgrund der räumlichen Trennung von Stab und Stammbesatzung ergab sich – wo notwendig und zielführend – ein relativ unabhängiges Arbeiten voneinander, und an anderer Stelle, wo erforderlich, ein synergetisches Zusammenwirken. Beide Dienststellen agierten auf einer Plattform unabhängig voneinander mit dem beiderseitigen Vorteil kurzer Wege.

Die Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen am 20.04. und der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am 21.04. zu Besuch auf der „Bonn“ (Quelle: Bundeswehr/Laura Hasenkamp)

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Stoltenberg 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit und Ausblick
Der erste Einsatz des EGV „Bonn“ als Führungsschiff für einen internationalen Schiffsverband der NATO unter deutscher Führung war in der Summe erfolgreich. Für die weitere Ausgestaltung bzw. den permanenten, auch kurzfristigen, Vorhalt der Rolle als Führungsplattform gilt es gleichwohl nunmehr, einige Arbeitsfelder näher zu beleuchten. Die Soll-Organisation Personal des EGV ist auf sein originäres Einsatzspektrum als Unterstützungseinheit im Verband ausgelegt. Der Einsatz als Flaggschiff hat sowohl die Operationszentrale als auch den Funkraum personell an ihre jeweiligen Grenzen geführt. Sowohl in Quantität als auch an vorgesehener Ausbildungshöhe reicht die personelle Alimentierung in den Bereichen Operations- und Fernmeldedienst nicht aus, um ohne personelle Unterstützung/Verstärkung die Einsatzaufgaben des Schiffes und die Aufgaben als Flaggschiff durchhaltefähig wahrnehmen zu können. Das Flaggschiff, als das einzige durchgehend im Verband eingesetzte Schiff, muss gerade in den Bereichen Lagebildaufbau und Informationsaustausch die NATO-Standards und vor allem die gültigen NATO-Verfahren konsequent durchzusetzen können. Hierfür muss die Plattform auf allen Fernmeldeverbindungen präsent und führungsfähig sein. Eine Neubewertung der Soll-Organisation Personal ist vor dem Hintergrund der zusätzlichen Flaggschiff-Aufgaben unbedingt notwendig.

Die materielle Ausstattung der Operationszentrale eines EGV ist ebenfalls auf sein originäres Einsatzspektrum ausgelegt. Für einen multinationalen Verband mit ständig wechselnden Einheiten, der zudem verstreut im Operationsgebiet operiert, ist die aktive Teilnahme aller Einheiten am Lagebildaufbau der Schlüssel für den Informationsaustausch. Die vorgegebene passive Rolle schränkt die Wahrnehmung der oben skizzierten Flaggschiff-Aufgaben nicht unerheblich ein. Dasselbe gilt für die begrenzte Ausstattung mit bordinternen und externen taktischen Kommunikationsmitteln sowie für die begrenzten bzw. nicht redundanten Möglichkeiten zur Lagebilddarstellung.

Der Schwerpunkt im Aufgabenspektrum des Verbandes lag während der NATO-Unterstützung Ägäis in der Seeraumüberwachung und Lagebilderstellung unter den Rahmenbedingungen einer eher latenten asymmetrischen Bedrohung. Die Führungsfähigkeit des NATO-Stabes während der SNMG 2 und der NATO-Unterstützung Ägäis war in diesem Szenario jederzeit sichergestellt. Die „Bonn“ ist allerdings in diesem eindimensionalen Einsatzumfeld als Flaggschiff an ihre systemspezifischen, aus dem originären Einsatzspektrum als Unterstützungsschiff resultierenden, personellen und materiellen Grenzen gestoßen.

In der Deutschen Marine besteht derzeit aufgrund Verzögerungen bei Neubau und Modernisierung eine Verfügbarkeitsdelle bei den Fregatten. Bei Einsatzverpflichtungen, wie beispielsweise Atalanta, kommen seit längerem Einsatzgruppenversorger anstelle von Fregatten zum Einsatz. Die Verfügbarkeit von Einheiten hat in gewisser Weise dazu beigetragen, das Fähigkeitsprofil von EGV neu zu beleuchten. Im Lichte der Einsatzerfahrungen wurde die Leistungsfähigkeit dieser Plattformen deutlich. Neben der originären Hauptaufgabe der logistischen Unterstützung eines Einsatzverbandes ist in der Einsatzkonzeption der EGV die Nebenaufgabe als Führungsplattform erfasst. Mit den Erfahrungen aus der SNMG 2 dürfte sich das Verständnis um die Möglichkeiten dieser Plattformen weiter konkretisiert haben.

Die „Bonn“ verfügt über weiteres Entwicklungspotenzial, welches es auszuschöpfen gilt. Gemäß Einsatzkonzept kommt dem Schutz der Einsatzgruppenversorger aufgrund ihrer zentralen Rolle für die Einsatzdurchführung eine hohe Priorität zu. Da sie mit eigenen Mitteln dazu nur eingeschränkt befähigt sind, ist dies bei der Planung und Durchführung von Einsatzvorhaben zu berücksichtigen. In der Einsatzrealität, so auch in der Ägäis, agieren Einsatzgruppenversorger jedoch oftmals als Einzelfahrer bzw. disloziert vom Verband. Die Erweiterung der Sensorik zur Abwehr asymmetrischer Bedrohung und Erweiterung der Eigenschutzfähigkeit im Nahbereich (Nachrüstung der auf der „Bonn“ bereits baulich vorbereiteten RAM-Starter) würde zu einer deutlichen operativen Kampfwertsteigerung beitragen. Hierzu wären neben den materiellen Anpassungen auch die aufgezeigten personellen Anpassungen erforderlich.

Dies wäre keine konzeptionelle Neufassung des Einsatzspektrums der Einsatzgruppenversorger, sondern eine faktische Anpassung an das, wofür sie bereits jetzt eingesetzt werden. Abschließend sei erwähnt, dass die BONN natürlich auch versorgt hat. „Nebenbei“ hat sie den Verband mit ca. 6.000 m³ Diesel- und 122 m3 Flugkraftstoff versorgt.
Fregattenkapitän Jobst Berg ist Kommandant des Einsatzgruppenversorgers „Bonn“

 
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