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Fortsetzung Ägäis-Einsatz

Multinationale Zusammenarbeit in der Ägäis

In See, 24.03.2016.

Der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ ist Teil eines Nato-Verbands, der zum Lagebild der griechischen und türkischen Küstenwache sowie FRONTEX beiträgt. Er soll den Informationsaustausch verbessern, damit die Behörden gegen Schlepper vorgehen können, die Menschen ohne nautische Kenntnisse und seetüchtige Ausrüstung auf eine lebensgefährliche Reise schicken und ein Geschäft mit dem Risiko machen, dem sie sich aussetzen.

Bonn

 

Der Einsatzgruppenversorger Bonn in der Ägäis. (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy)

Seit etwa zwei Wochen sammelt der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ mit etwa 200 Besatzungsangehörigen im Auftrag der NATO im Seegebiet zwischen der Türkei und Griechenland Informationen über die Bewegungen von möglichen Schleusern. Das Lagebild wird mit der griechischen und der türkischen Küstenwache sowie der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX ausgetauscht. Für eine reibungslose Weitergabe aller Informationen sorgt unter anderem der NATO-Stab an Bord der „Bonn“. Die etwa 20 Soldaten des multinationalen Stabes kommen aus sieben Nationen und koordinieren den Einsatz von derzeit sieben NATO-Schiffen im Operationsgebiet

Stab 

 

Der Chef des Stabes tauscht sich mit dem türkischen und dem griechischen Verbindungsoffizier aus. (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy)

Damit alle gesammelten Informationen zügig mit den Küstenwachen ausgetauscht werden, sind Verbindungsoffiziere aus Griechenland und der Türkei Teil der Verbandsführung. Sie besprechen sich regelmäßig mit dem Chef des Stabes: „Für den NATO-Stab ist es in Bezug auf unseren aktuellen Auftrag essenziell, auf das Wissen und die Erfahrungen eines türkischen und eines griechischen Offiziers zurückgreifen zu können. Neben den umfangreichen Kenntnissen über das Operationsgebiet und seine Besonderheiten, profitieren wir natürlich von den beiden Muttersprachlern, die täglich mit den beteiligten Küstenwachen kommunizieren“, sagt Fregattenkapitän Ole P. (41), der Chef des Stabes des NATO-Verbandes.

OPZKonzentration am Radargerät (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy)

Im Rahmen der routinemäßigen Seeraumüberwachung befindet sich der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ regelmäßig zwischen der griechischen Insel Lesbos und dem türkischen Festland. „Genau hier verläuft eine Route, die Menschenschmuggler sehr gerne verwenden.“ erklärt Fregattenkapitän Jobst Berg (49), der Kommandant der „Bonn“. „Hier beträgt der Abstand zwischen Griechenland und der Türkei nur etwa 8 Kilometer, eine Strecke welche die Schmuggler mit ihren Booten in weniger als 30 Minuten zurücklegen können.“

Ausguck

Ausguck in der Brückennock des Einsatzgruppenversorgers. (Quelle: Bundeswehr/Tom Twardy

Heute scheinen die Wetterbedingungen für eine Überfahrt günstig. Wenig Wind und flache Wellen erleichtern den Schleppern ihr Geschäft. Was aber von Land und aus einiger Entfernung betrachtet als ruhige See erscheinen mag, kann für ein kleines, überladenes Schlauchboot, dessen Passagiere knapp über der Wasseroberfläche sitzen, etwas ganz anderes bedeuten. Es dauert nicht lange und das Brückenpersonal der „Bonn“ bemerkt ein kleines Boot in türkischen Hoheitsgewässern. Der an Bord eingeschiffte NATO-Stab wird darüber informiert, die Verbindungsoffiziere werden einbezogen. Sie geben die Beobachtung an die Küstenwachen weiter.

Kstenwachboot 

Das türkische Küstenwachschiff hat ein Speedboot ausgesetzt, das sich dem Schlauchboot nähert. (Quelle: ©2016 NATO/Laura Hasenkamp)

Bald darauf taucht in der Nähe des Schlauchbootes ein Schiff der türkischen Küstenwache auf. Unter anderem sorgt sie in den türkischen Hoheitsgewässern als zuständige Behörde für den maritimen Such- und Rettungsdienst. Das türkische Schiff setzt ein Speedboot aus, das sich dem Schlauchboot nähert, an Bord dessen etwa 25 Personen offenbar versuchen wollten, die Ägäis zu überqueren. Das Speedboot der Küstenwache hält sich eine Weile neben dem Schlauchboot auf. Schließlich nehmen sie die Personen aus dem Schlauchboot an Bord des Küstenwachschiffs und Kurs auf einen türkischen Hafen

Stand vom: 29.03.16 | Autor: Christoph Kohlmorgen

 
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