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Annett bei der Marine

Reise, Reise! – Politik und Wirtschaft lernt Marine kennen

Rostock, 28.10.2014

Mit dem traditionellen seemännischen Weckruf „Reise, Reise, aufstehn!“ wurden die Teilnehmer der 67. Dienstlichen Veranstaltung zur Information (InfoDVag) sicher noch nicht geweckt. Denn die 25 zivilen Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Presse sind der Einladung des Inspekteurs der Marine gefolgt, um Hemd und Kragen gegen Marineuniformen zu tauschen. Eine einwöchige Reise durch die Marine beginnt.

Gruppenfoto

Crewfoto der 67. InfoDVaG vor der Marineschule Mürwik
(Quelle: 2014 Bundeswehr / Björn Wilke)

Am 18. Oktober trafen alle Teilnehmer an der Marineschule Mürwik (MSM) in Flensburg ein und bekamen gleich ihre Marineuniformen, um sich danach der fordernden Formaldienstausbildung zu widmen. Der Abschluss des Tages war die Grußabnahme und Beförderung zum Oberleutnant zur See der Reserve für die Dauer der Veranstaltung.

Im_Remter

Feierliches Gelöbnis mit Einzug der Truppenfahnen an der MSM 
(Quelle: 2014 Bundeswehr / Björn Wilke)

Der persönliche Bericht von Annett Reimers steht hier:

http://www.fk-egv-bonn.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=18&Itemid=17

Ein feierlicher Moment

Der Sonntag begann mit der Begrüßung durch den Kommandeur der Marineschule Mürwik, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, und eine Besichtigung der Offizierschule der Marine und ihre Ausbildungseinrichtungen. Die verschiedenen Unterrichtsbereiche wurden erkundet, so zum Beispiel auch der Schiffssimulator zum Erlernen seemännischer Manöver.

Am Montagabend stand der erste Höhepunkt an: das feierliche Gelöbnis in der Aula der MSM. Die besondere Atmosphäre der Räumlichkeit, die angetretenen Marinesoldaten, die Fahnenabordnung, abgerundet von den Klängen des Marinemusikkorps Kiel, erzeugten ein „Gänsehautfeeling pur“, wie die Teilnehmer es beschrieben.

Am nächsten Morgen hieß es schon früh „Reise, Reise, aufstehen!“. Es ging von Flensburg nach Eckernförde, um die seefahrende Marine zu entdecken.

U-Boot_Einweisung

Militärischer Gruß vom Uboot „U 35“  (Quelle: 2014 Bundeswehr / Björn Wilke)

Das Leben und Arbeiten an Bord eines Ubootes

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders, Fregattenkapitän Timo Cordes, erhielten die Teilnehmer Einblicke in den Aufbau und die verschiedenen Arbeitsbereiche des Geschwaders. Hier zeigten sich bei vielen der Teilnehmer die ersten überraschten Gesichter, denn dass zu den Ubooten auch eine Versorgungseinheit und drei Aufklärungsboote gehören, war den wenigsten bekannt. Auch dass die Ausbildung der Ubootbesatzung eher bundeswehruntypisch am Heimatstandort in einem eigenen Ausbildungszentrum durchgeführt wird, ist für die Meisten eine interessante und neue Information.

Nachdem die Gruppe aufgeteilt wurde, ging es auch schon weiter. Für die ersten stand nun die Führung durch das Ausbildungszentrum Uboote (AZU) an. Der zweiten Gruppe wurde an Bord von „U 35“ der Klasse 212 A das Leben und Arbeiten an Bord gezeigt.

Sichtlich beeindruckt waren beide Gruppen nach Ende der Führungen. „Ich durfte früher schon einmal die ältere Generation der Klasse 206 A besichtigen. Was ich schon wahnsinnig interessant fand, aber das ist kein Vergleich zu den jetzigen Ubooten“, sagte einer der Teilnehmer. Nach der Verabschiedung ging es für die Teilnehmer auf die Minenjagdboote „Herten“ und „Siegburg“ mit dem Ziel Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr der Marine (EAZS) in Neustadt.

Die Marine zu entdecken heißt für die zivilen Führungskräfte auch die Teilnahme an dem Ausbildungsbetrieb. Nachdem die Soldaten des EAZS die Brand- und Leckabwehr demonstriert hatten, ging es in die praktische und schweißtreibende Ausbildung. Danach geht die Reise weiter zu den Marinefliegern.

Marineflieger

Ein Bordmechaniker erklärt die technischen
Details zum „Sea Lynx“
(Quelle: 2014 Bundeswehr / Jelena Hoppe)

 

Höhenluft schnuppern im Marinefliegerstützpunkt

Auf die Frauen und Männer wartete am 22. Oktober in Nordholz ein ausgiebiges und abwechslungsreiches Besucherprogramm. Während des Aufenthaltes stand als erstes der Besuch im P-3C Simulator auf dem Plan. Aufgeteilt in Gruppen hatte die Mehrzahl die Möglichkeit, ausgiebig Einblick in den Flugdienst des Seefernaufklärers P-3C „Orion“ zu erlangen und einmal als Pilot im Cockpit zu sitzen und den Fliegerhorst Nordholz anzufliegen. „Doch gar nicht so einfach wie es aussieht“, sagte eine Teilnehmerin und resümiert ihre Landung: „Ich sollte eher zur See fahren. Als Seefahrer im Simulator der MSM habe ich mich besser angestellt,“ lächelt sie zurückblickend.

Im Anschluss standen die Luftfahrzeuge „Sea Lynx“ Mk88A, „Sea King“ Mk41 und P-3C „Orion“ mit Vertretern der fliegenden und technischen Besatzung für alle Fragen zur Verfügung, bis die Reise weiter zur Einsatzflottille 2 nach Wilhelmshaven ging.

 

 

Hamburg

Zu Besuch bei den „Dickschiffen“

Zum Kennenlernen der Marine gehört natürlich auch eine Fregatte. Die in Wilhelmshaven stationierte Fregatte „Hamburg“ war für zwölf Stunden inklusive Übernachtung das Zuhause der Führungskräfte.

Ein straffes Programm erwartete die Gäste an Bord. Mit einer kurzen Einweisung und einer Schiffsführung gab es die ersten Einblicke in das Bordleben. Oberleutnant zur See Michael Ruiss war sehr fasziniert von der Unterschiedlichkeit der Menschen an Bord, so der Geschäftsführer eines Lifestyle-Magazins. „Bei einer Besatzungsstärke von bis zu 240 Personen ist das eine kuschelige Angelegenheit, irgendjemand läuft einem immer über den Weg.“ Aber nicht nur die Besatzung ist facettenreich, auch das Schiff und die verschieden Tätigkeiten, damit so ein Schiff überhaupt fahren kann, ist eine logistische Meisterleistung.

Zurück an der Marineschule Mürwik

Dort, wo die Reise durch die Marine begann, da endet sie auch. Die 25 zivilen Führungskräfte waren eine Woche lang Soldat bei der Marine, eine Woche haben sie die Uniform getragen und nehmen eine Woche voller vielfältiger Eindrücke mit nach Hause. Für die Teilnehmer der 67. Informationsveranstaltung ging es nach der Auskleidung zurück in ihre eigene zivile Arbeitswelt. Vielleicht denkt der eine oder andere am Morgen beim Aufwachen an „Reise, Reise, aufstehn!“.

 
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