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Kieler Riese

Einsatzgruppenversorger Bonn

Mannschaft hat einen alten Anker gehoben und stiftet ihn der Stadt

Vo n Richard Bongartz

BONN/HAMBURG. Als der Einsatzgruppenversorger (EGV) Bonn am 9. Oktober vergangenen Jahres auf Wilhelmshaven Reede ankerte, ahnte noch niemand etwas von dem schwergewichtigen Fund beim Lichten.
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Nur noch wenige Zentimeter: Soldaten legen den acht Tonnen schweren Anker von 1913 unterhalb der Beethovenhalle ab. Foto: Bodo Buhse


Erst rief der Decksmeister das Kommando "Anker auf" und meldete "Anker ist aus dem Grund" - alles Routine. Doch dann sah er, dass etwas nicht stimmte und rief: "Anker ist nicht klar!" Denn die Besatzung zog eine Kette mit aus dem Wasser.

Bei der folgenden Untersuchung stellte sich heraus, dass noch ein weiterer Anker nach oben kam. "Das dauerte, weil der acht Tonnen wiegt. Den kann man nicht so einfach an der Uhrkette tragen", sagt Bodo Buhse, Vorsitzender des Freundeskreises Einsatzgruppenversorger Bonn. Der Verein ist das Bindeglied zwischen dem Marineschiff und der Stadt Bonn, die dem Versorger seinen Namen gab. Er kümmerte sich mit darum, dass das Fundstück nun als Geschenk ans Rheinufer kam und morgen offiziell übergeben wird.

Als der Anker an Bord kam, war er voller Muscheln. Beim Säubern kam dann die Prägung "KWK 1913" zum Vorschein. Die Abkürzung steht für Kaiserliche Werft Kiel. Laut Buhse ist allerdings überhaupt nicht klar, an welchem Schiff der Koloss einmal gehangen hat. Ein Segelschiff war es aufgrund des Gewichts wohl nicht.

An Bord der Bonn kam die Mannschaft nun auf die Idee, den Anker der Patenstadt zu schenken. So kam er vor ein paar Tagen mit einem Tieflader der Bundeswehr zum neuen Anleger für Kreuzfahrtschiffe unterhalb der Beethovenhalle. Vorsichtig wurde der Kieler Riese - so seine Bezeichnung - mit einem Kran an einen Findling gelehnt. Bei der Übergabe morgen um 14.30 Uhr wird auch eine Informationstafel angebracht.

Der Freundeskreis hatte die gesamte Aktion vermittelt. "Am Samstag habe ich den Anker noch mal gestrichen", sagt Buhse. "Wir werden ihn auch pflegen. Der Stadt werden keine Kosten entstehen."

Zurzeit sind fünf Offiziere und sieben Bootsleute von der Bonn in der Stadt auf politischer Bildungsreise. Sie besuchen neben dem Museum Koenig heute auch das Feldjägerdienstkommando, den Regierungsbunker im Ahrtal, das Kongresszentrum in Bonn und auch den General-Anzeiger.

Ihr Schiff liegt seit Ende Mai - und noch bis Ende September - in der Werft in Hamburg. Dabei handelt es sich um die sogenannte Garantie-Werftliegezeit, sozusagen der ersten Inspektion nach der viereinhalbmonatigen Erprobung des Schiffes. Wie Buhse sagt, werden dabei alle aufgefallenen Fehler nach den ersten Wochen auf See ausgemerzt. Der Freundeskreis wurde am 1. September 2010 im Universitätsclub gegründet.

Sein Ziel ist es, "durch intensive Informations-, Besuchs- und Betreuungsprogramme eine lebendige Verbindung zwischen Stadt und Besatzung nicht zuletzt mit dem Ergebnis herzustellen, dass Marine und Besatzung stolz auf »ihre« Patenstadt und die Patenstadt stolz auf »ihr« Patenschiff und dessen Besatzung sein können", heißt es.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Mannschaft-hat-einen-alten-Anker-gehoben-und-stiftet-ihn-der-Stadt-article1429002.html#plx1886504133

 
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